Delmenhorst. Die Oberliga-Handballer der HSG Delmenhorst haben ihr Heimspiel gegen den TV Cloppenburg verloren. Die abstiegsbedrohten Gastgeber gehen gegen den Dritten der Tabelle im Angriff zu ideenlos zu Werke. Die Schiedsrichter treffen einige unverständliche Entscheidungen gegen die HSG.

„Jetzt müssen wir mal eine Serie starten“, hatte Andre Haake, Spielertrainer der HSG Delmenhorst, nach dem 32:23 bei der TSG Hatten-Sandkrug gefordert. Es blieb beim Wunsch, denn gegen den TV Cloppenburg bezog der abstiegsgefährdete Zwölfte der Oberliga ein 23:27 (14:14). Die Schiedsrichter Manuel und Mirco Wolter (Eickener Spielvereinigung) gehörten vor rund 400 Zuschauern in den Hauptdarstellern.

Beifall ernteten sie aber nicht, denn die Unparteiischen trafen – insbesondere in während der zweiten Halbzeit – einige unverständliche Entscheidungen gegen die HSG. So sah es auch der HSG-Vorsitzende Jürgen Janßen: „Technische Fehler der Cloppenburger haben die Schiedsrichter gar nicht gepfiffen.“ Andre Haake fand noch deutlichere Worte: „Mit diesen Schiedsrichtern kann man nicht gewinnen.“

HSG Delmenhorst im Angriff zu statisch
Aber, und das wusste natürlich auch Haake, die Niederlage der Hausherren war nicht nur den Leistungen der Unparteiischen geschuldet. Der Gastgeber zeigte in der Defensive eine solide Leistung, verzeichnete jedoch auf der anderen Seite eine unbefriedigende Torausbeute. In der Offensive ging die HSG zu ideenlos zu Werke. „Vorne waren wir zu statisch. Daran müssen wir arbeiten“, betonte Haake.

Die Zuschauer erlebten eine ausgeglichene erste Halbzeit. In der 10. Minute gelang dem Delmenhorster Philipp Freese mit dem 5:3 ein Zwei-Tore-Vorsprung. Das 5:5, das TVC-Spieler Christian Schmidt nach 10:52 Minuten warf, hatte gleich fünfeinhalb Minuten Bestand. Durch Torben Sudaus 14:12 lag die HSG nochmals mit zwei Treffern vorne (28.).

Jörn Janßen im Pech
Mit Ole Harms‘ 18:15 beendeten die Cloppenburger in der 36. Minute einen 6:1-Lauf. Eine Phase, die den Schützlingen des Trainergespanns Haake/Werner Rohlfs einen Knacks zu versetzen schien. Doch die HSG bäumte sich auf und ließ im eigenen Lager mit Meik Schäfers 19:20 in der 48. Minute nochmals Hoffnungen aufkeimen. Sudaus 20:21 (52.) beantwortete der Gegner mit zwei Treffern – 20:23. Beim Stande von 22:25 hatte der neunfache Torschütze Jörn Janßen Pech, als er nach 57:11 Minuten mit einem Siebenmeter die Latte traf.

Die Cloppenburger besaßen in Schlussmann Nils Buschmann einen hervorragenden Rückhalt. Zudem verfügten sie mit Karl Niehaus über einen Siebenmeterschützen, der sämtliche neun Strafwürfe ebenso sicher wie humorlos verwandelte. „Wenn du viele gute Chancen liegen lässt, kannst du gegen eine Mannschaft wie gegen Cloppenburg nicht gewinnen“, meinte Haake nach der 13. Niederlage im 19. Spiel. Am kommenden Samstag gastiert die HSG ab 19 Uhr, beim Tabellendritten SG Achim/Baden.

Quelle: dk-online.de