Delmenhorst. Die Oberliga-Handballer des HSG Delmenhorst haben das Duell zweier um den Klassenerhalt kämpfender Mannschaften gewonnen. Sie besiegten vor 400 Zuschauern in der Stadionhalle den Elsflether TB mit 25:19 (12:8).

Mit dem 25:19 (12:8) über den ebenfalls abstiegsbedrohten Elsflether TB haben die Oberliga-Handballer der HSG Delmenhorst einen wesentlichen Schritt gemacht. „Das war ein wichtiger Sieg“, atmete Andre Haake nach dem kampfbetonten Kellerduell auf. Der Spielertrainer, der am Samstagabend vor 400 Zuschauern in der Halle am Stadion in der Abwehr und in der Offensive glänzte, führte seine Mannschaft zum Erfolg.

Misstöne vor der Partie

Im Vorfeld dieser ohnehin schon brisanten Begegnung sorgte Elsfleth für einige Aufregung. Man nahm der HSG übel, dass sie einer am vorletzten Sonntag geäußerten Bitte um Spielverlegung nicht zustimmte. Die Delmenhorster konnten dem ETB jedoch keine Gefallen tun, denn lediglich am Sonntag, 9. April, so hieß es, hätte es noch einen freien Termin in der Heimspielhalle gegeben. An diesem Sonntag vor Ostern jedoch seien einige Spieler verreist. „Delmenhorst will unbedingt spielen, um die Punkte dort zu behalten“, notierte der Gast auf seiner Facebookseite. „Diese Aussage ist nicht richtig und in unseren Augen auch unsportlich“, antworteten die Hausherren im Heftchen zum Spiel.

Elsfleth geht in Führung
Als die Schiedsrichter Hans-Christian van Hoorn und Günther Smolka-Tongers, die einige nicht nachvollziehbare Entscheidungen trafen, das Spiel anpfiffen, gerieten die Meinungsverschiedenheiten in den Hintergrund. Die HSG, die während der gesamten Partie führte, legte bis zur 9. Minute ein 3:0 vor. Das Team der Trainer Haake und Werner Rohlfs dominierte das Geschehen, konnte jedoch nicht verhindern, dass der Gegner in der 20. Minute bedrohlich herankam (7:6). Zur Pause hieß es 12:8.

Nach Wiederanpfiff setzte sich Elsfleth, das nunmehr seit sieben Spielen ohne Sieg ist, besser in Szene. Dem Team gelang ein 4:1-Lauf, den Markus Zindler in der 39. Minute mit dem 13:12 beendete.

HSG-Spielertrainer Andre Haake führt sein Team zum Sieg
In dieser Phase wechselte die HSG ihren Spielertrainer ein, der die Regie übernahm. Nach dem 14:12 durch Tobias Schenk erzielte Haake die nächsten fünf Delmenhorster Tore (zwei Siebenmeter). Zudem setzte er auch in der Abwehr, die sich nun als 5:1-Formation präsentierte, Akzente. Als vorgezogener Spieler schaltete er Elsfleths Leistungsträger Christopher Santen aus. Nach Haakes 19:14 steuerte die HSG ihrem siebten Sieg im 21. Spiel entgegen. Haake blieb es auch vorbehalten, mit einem siebten Tor den Schlusspunkt unter das 25:19 zu setzen.
Die HSG legte mit einer aufmerksamen Defensive, gegen die Elsfleth im ersten Abschnitt nur sechs Tore aus dem Spiel heraus erzielte, den Grundstein zum Sieg. Benjamin Janssens, der die Abwehr organisierte, überragte. Olaf Sawicki, Torwart und Motivator, war ein guter Rückhalt.

„Der Sieg ist hochverdient“, meinte Haake. Die HSG habe die Ausfälle besser kompensiert. Man habe das Spiel in der Abwehr gewonnen. Santen und Bela Rußler seien nicht zur Entfaltung gekommen. Haake ergänzte: „Ich finde es traurig, dass Elsfleth schlechte Stimmung gemacht hat. Der TV Neerstedt hat sich noch nie beschwert – und ihm fehlen immer viele Stammspieler.“

HSG Delmenhorst: Sawicki, Schröder; Schäfer, Hörner, Sudau 5, Ludwig 3, Timmermann 1, Oetken 2, Schenk 2, Schanthöfer, Haake 7, Janssens, Janßen 1, Freese 4.
Elsflether TB: Danielzik, Völkers; Jansen, Santen 2, Pape, van Dreumel 1, Rambau, Zindler 5, von Lien, Wille 2, Pille, Rußler 5/3, Oberegger 4.
Siebenmeter: HSG 2/2 – ETB 3/3.
Zeitstrafen: HSG 3 – ETB 3.
Schiedsrichter: van Hoorn, Smolka-Tongers (FC Oldersum, TuS Holthusen).
Spielfilm: 3:0 (9.), 6:2 (15.), 7:6 (20.), 11:7 (28.), 12:8 – 13:12 (39.), 18:13 (50.), 21:15 (54.), 25:19.
Zuschauer: 400.

Bildunterschrift: Riesenfreude über einen wichtigen Heimsieg: (von links) Andre Haake, Olaf Sawicki und Tobias Schenk bejubelten das 25:19 ihres abstiegsgefährdeten HSG-Teams über den Elsflether TB.
Foto: Rolf Tobis
Quelle: dk-online.de