Schwanewede. Die Oberliga-Handballer der HSG Delmenhorst haben am Samstagabend bei der HSG Schwanewede/Neuenkirchen mit 23:30 (9:12) verloren. Sie verpassten damit die Chance, sich vorzeitig den Klassenerhalt zu sichern.

Die Frage, ob die Handballer der HSG Delmenhorst auch in der Saison 2017/2018 in der Oberliga antreten, wird erst am 6. Mai, dem letzten Spieltag 2016/2017, entschieden. Das Team verlor am Samstagabend mit 23:30 (9:12) bei der HSG Schwanewede/Neuenkirchen und verpasste so die Gelegenheit, einen Krimi zum Finale zu verhindern.
HSG ist auch abhängig von der SG VTB Altjürden
Die Delmenhorster können zwar nicht mehr auf einen Regelabstiegsplatz abrutschen, da in der 3. Liga jedoch der Abstieg der SG VTB Altjührden droht, ist ihr Verbleib in der vierthöchsten Spielklasse noch nicht gesichert. Die Friesländer würden mit dem bereits als Drittliga-Absteiger feststehenden SV Beckdorf in die Oberliga Nordsee kommen. Diese müsste daher auch der Elfte in der Abschlusstabelle verlassen. 
Hätten die Delmenhorster in Schwanewede gewonnen, wäre ihnen der zehnte Rang nicht mehr zu nehmen gewesen. Schützenhilfe bekamen sie nicht. So schrumpfte ihr Vorsprung auf den Elsflether TB auf einen Punkt, denn der gewann am Samstagabend mit 27:26 gegen die HSG Barnstorf/Diepholz.  

HSG empfängt am 6. Mai Bissendorf-Holte
Die Frage, wer diesen elften Platz schließlich belegt, wird in einem Fernduell beantwortet. Die Delmenhorster empfangen am Samstag, 6. Mai, 19.30 Uhr den TV Bissendorf-Holte, der Rang vier innehat, in der Stadionhalle an der Düsternortstraße. Zeitgleich sind die Elsflether beim schon abgeschlagenen Schlusslicht TSG Hatten-Sandkrug zu Gast. Die Aufgabe seines Teams sei natürlich die schwerere überlegte Werner Rohlfs, der mit Spieler Andre Haake das Trainerduo der Delmenhorster bildet, nach dem Schlusspfiff der Partie in Schwanewede. Doch die Delmenhorster haben ihr Schicksal immerhin selbst in der Hand. Und: „Seit Weihnachten sind wir zu Hause stabiler geworden“, sagte der enttäuschte Rohlfs auf der Suche nach Optimismus.

Delmenhorster scheitern oft an Daniel Sommerfeld
Vor 320 Zuschauern - darunter sehr viele aus Delmenhorst - in der Heidehalle in Schwanewede hatte Rohlfs Mannschaft bis in die Schlussminuten mit großem Einsatz darum gekämpft, die erste Chance zu nutzen, alle Zweifel am Ligaverbleib zu beseitigen. Dass ihnr das nicht gelang, lag vor allem am alles überragenden Torwart der Gastgeber: Daniel Sommerfeld wehrte 26 Würfe der Delmenhorster ab. Da zudem Sommerfelds hochmotivierte Vorderleute in einer 5:1-Formation engagierte und geschickte Abwehrarbeit leisteten, geriet Delmenhorst Mitte der ersten Halbzeit ins Hintertreffen. Der Gast hatte bis dahin zwar das Geschehen bestimmt, es aber eben nicht geschafft, sich etwas abzusetzen.
Das rächte sich. In der 17. Minute ging Schwanewede/Neuenkirchen zum ersten Mal in Führung: Tim Paltinat, der mit sieben erfolgreichen Versuchen zum Haupttorschützen seines Teams wurde, war nach einem Tempogegenstoß erfolgreich. Auf der Anzeigetafel erschien danach nie wieder ein Unentschieden.
Delmenhorst gibt nicht auf
Zur Pause lagen die Delmenhorster, für die Frederic Oetken mit 5/2 Treffern erfolgreichster Werfer war, mit 9:12 hinten. Die ersten 15 Minuten des zweiten Abschnitts verloren sie mit 3:8 - das war letztlich die Entscheidung. Die Delmenhorster gaben nicht auf, doch Sommerfeld, einige ärgerliche technische Fehler und ein wenig Pech verhinderten, dass aus dem Ansatz zu einer Aufholjagd (19:22, 53.) wirklich eine Wende wurde. 
In den Schlussminuten resignierten die Delmenhorster dann doch. „Vom Spielverlauf her gesehen war unser Erfolg sicher ein bisschen zu deutlich“, sagte Andreas Swalkiewicz, Trainer von Schwanewede/Neuenkirchen. „Er war aber verdient.“

HSG Schwanewede/Neuenkirchen: Sommerfeld, Schreiner (n. e.); Paltinat 7, Rojahn 1, Latacz, Ruckh 2/1, Scheller 1, Huckschlag 5, Blum, Lückert 5, Feller 3, Pilger 6.
HSG Delmenhorst: Lettmann, Sawicki; Schäfer 2, Hörner, Sudau 4, Timmermann 2, Larisch, Oetken 5/2, Schenk 1, Schanthöfer, Haake 1, Janssens 2, Janßen 4, Freese 2.
Schiedsrichter: Lippert, Morche  (SV Munster).
Zeitstrafen: Schwanewede 1 – Delmenhorst 0.
Siebenmeter: Schwanewede 1/1– Delmenhorst 4/2.

Quelle: dk-online.de