Delmenhorst/Fredenbeck. Die Verbandsliga-Handballer der HSG Delmenhorst haben am Sonntag beim VfL Fredenbeck II verloren. Das Team vergab zu viele Torchancen und musste ein 28:30 hinnehmen.

Das ungute Gefühl, mit dem Jörg Rademacher, Trainer der Verbandsliga-Handballer der HSG Delmenhorst, in das Auswärtsspiel beim VfL Fredenbeck II gegangen ist, hat sich bestätigt. Seine Mannschaft kassierte am Sonntag in der Geestlandhalle eine 28:30 (10:14)-Niederlage. Die fand Rademacher, der dem Gastgeber die Favoritenrolle zugesprochen hatte, allerdings „unnötig“. Und das störte ihn dann doch ziemlich: „Wir haben durch dumme individuelle Fehler verloren. Außerdem haben wir viel zu viele Chancen vergeben.“

HSG Delmenhorst verpatzt Start in die zweite Halbzeit
Die HSG startete ganz gut in die Partie. Nach einem Treffer von Stefan Timmermann lag sie in der 17. Minute mit 7:6 vorn. Es war allerdings die letzte Delmenhorster Führung, die auf der Anzeigetafel stand. Bis zum Pausenpfiff warf sich Fredenbeck angeführt von dem starken Rückraumspieler Karol Moscinski, der mit zehn Toren (2 Siebenmeter) zum erfolgreichsten Werfer der Partie wurde, einen 14:10-Vorsprung heraus. „In der ersten Halbzeit ging es noch halbwegs“, sagte Rademacher über die ersten 30 Minuten. Den Start in den zweiten Spielabschnitt verpatzten die Delmenhorster allerdings völlig. In diesem waren noch keine zehn Minuten gespielt, als sich die HSG durch Florian Krämer den Gegentreffer zum 15:22 einfing. „Das Ärgerliche ist, dass wir vorher darauf hingewiesen hatten, wie der VfL spielt“, monierte Rademacher.
HSG verkürzt bis auf 27:28

Der HSG-Trainer stellte seine Abwehr um, ließ sie ganz offensiv agieren. Das zeigte positive Wirkung. Die Delmenhorster, für die Rechtsaußen Philipp Freese (8) die meisten Tore erzielte, holten Tor um Tor auf. Zweieinhalb Minuten vor dem Ende traf Andre Haake zum 27:28. Doch zwei weitere Patzer in der Offensive, die Moscinksi mit den VfL-Toren 29 und 30 bestrafte, kosteten die HSG die letzten Chancen, etwas Zählbares aus dem Landkreis Stade mitzubringen. „Wir haben gesehen, dass es in dieser Liga nichts geschenkt gibt“, sagte Rademacher über die Niederlage beim VfL, den er zu den Anwärtern auf den Oberliga-Aufstieg zählt. Den hatte die HSG zu ihrem Saisonziel erklärt.
Nächstes Spiel gegen HSG Barnstorf/Diepholz II

Wie schon beim 31:27-Heimsieg über Tura Marienhafe zum Start der Saison 2017/2018 konnten die Neuzugänge Tim Coors und Ole Goyert am Sonntag nicht mitwirken. Ein Test in der Aufwärmphase vor der Partie in Fredenbeck war negativ verlaufen. „Wir gehen kein Risiko ein. Das hat keinen Sinn“, sagte der HSG-Trainer, der den Blick dann nach vorn richtete. „Wir müssen weiter an uns arbeiten“, sagte er. „Die nächsten schweren Spiele warten auf uns.“ Eines davon schon am Samstag (19.15 Uhr). Dann empfängt die HSG den bisher zweimal siegreichen Aufsteiger HSG Barnstorf/Diepholz II in der Stadionhalle.

HSG Delmenhorst: Voß, Schröder; Sudau 3, Ludwig 1, Timmermann 3, Coors (n. e.), Oetken 3, Haake 5/1, Janßen 3, Goyert (n. e.), Kohrt 2, Schoeps, Freese 8, Windels.
Schiedsrichter: Lukas Gil, Simon Idel (TSG Hatten-Sandkrug).
Siebenmeter: VfL 3/2 – HSG 2/1.
Zeitstrafen: VfL 3 – HSG 3.
Spielfilm: 2:1 (6.), 6:7 (14.), 10:10 (23.), 14:10 – 15:14 (35.), 21:14 (39.), 28:27 (58.), 30:28.'

Quelle: dk-online.de