Herren1 20170917Delmenhorst. Die Verbandsliga-Handballer der HSG Delmenhorst begeistern ihr Publikum und deklassieren die HSG Barnstorf/Diepholz II mit 36:15.
Mit einer Demonstration der Stärke haben die Handballer der HSG Delmenhorst am Samstagabend in der Halle am Stadion das Publikum begeistert. Am Ende des Treffens, in der sich der Verbandsligist, höchst motiviert und kampfstark präsentierte, besiegte er die HSG Barnstorf/Diepholz II mit einem klaren und auch in dieser Deutlichkeit verdienten 36:15 (18:9).
HSG-Cheftrainer Jörg Rademacher musste nach wie vor auf Tim Coors, der unter Rückenproblemen leidet, verzichten. Dafür kam Ole Goyert nach seiner erletzung wieder zum Einsatz. „Mit Ole haben wir eine Alternative mehr“, freute sich der Coach.

Zehn Tore durch Andre Haake

Vor 300 Zuschauern vermochte der mit 4:0 Punkten angereiste Gast die Begegnung lediglich während der ersten sechs Minuten ausgeglichen zu gestalten. Danach setzten sich die Delmenhorster mehr und mehr ab. In der 14. Minute gelang Andre Haake mit dem 10:6 erstmals ein Vier-Tore-Vorsprung. Apropos: Haake zeigte eine starke Vorstellung. Der Routinier glänzte nicht nur als zehnfacher Torschütze. Er sprach viel mit seinen Kollegen, setzte diese durch geschickte Anspiele wiederholt gut in Szene und verwandelte sämtliche fünf Siebenmeter. Der Gast hatte dem engagierten Auftritt der Delmenhorster nicht viel entgegenzusetzen. Der routinierte Torjäger Nils Mosel blieb blass. Linksaußen Finn Richter, der der Defensive der Hausherren zunächst Probleme bereitete und vor der Pause fünf Treffer erzielte, verlor mit zunehmender Dauer an Wirkung. „Nach Problemen mit ihm haben wir umgestellt. Dann ist es besser gelaufen“, sagte Rademacher.
Seine Mannschaft wirkte von Anfang an sicherer und selbstbewusster als beim 31:27-Heimspielsieg gegen Tura Marienhafe vor zwei Wochen. Sie überzeugte sowohl in spielerischer als auch in kämpferischer Hinsicht und gestattete dem Kontrahenten im ersten Abschnitt nur neun Tore.
Rademacher: Kommen langsam ins Laufen
Es sollte noch besser kommen, denn nach der Pause ließen die Gastgeber lediglich noch sechs Treffer zu. Sie ließen nicht locker und bauten den ohnehin schon deutlichen Vorsprung kontinuierlich aus. Barnstorf/Diepholz II wirkte ratlos. Auch die Maßnahme, Haake nach dem Seitenwechsel mit einem Sonderbewacher zu konfrontieren – Marcel Haab übernahm diese undankbare Aufgabe – verpuffte. Haake zeigte sich nicht wirklich beeindruckt.
18:6 Tore in Halbzeit zwei gelten als eindrucksvoller Beleg für die Überlegenheit des Oberliga-Absteigers, bei dem Schlussmann Marius Voß einen sicheren Rückhalt bildete. Delmenhorst ging in der Defensive konzentriert zu Werke und nutzte die Chancen gut. „Wir waren in der Abwehr von Anfang an aggressiv und die Barnstorfer wussten nicht, was sie machen sollten“, erklärte Rademacher. Die Höhe des Sieges sei verdient. Die Wurfquote bezeichnete er als „anständig“. Beim Überzahlspiel habe es allerdings Leerlauf gegeben. Insgesamt zeigte sich Rademacher, dessen Team am Sonntag beim Wilhelmshavener HV II spielt, aber zufrieden: „Wir kommen so langsam ins Laufen.“
Foto: Rolf Tobis
Quelle: dk-online.de