Hoykenkamps Verbandsliga-Handballer erwarten am Sonntag HSG Delmenhorst

Die Begegnung des Aufsteigers mit dem Absteiger beginnt um 16 Uhr in der Halle Heide. Adrian Hoppe, Cheftrainer der TSH, erklärt den führenden Gast zum „haushohen Favoriten“.

 

Hoykenkamp. Wenn die Handball-Verbandsligisten Turnerschaft Hoykenkamp und HSG Delmenhorst sich am Sonntag, 16 Uhr, in der Halle Heide, zu einem reizvollen Derby treffen, sind die Vorzeichen klar. Auf der einen Seite steht der gastgebende Aufsteiger aus der Landesliga, der auf den Klassenverbleib hofft, den vorletzten Platz belegt und in fünf Spielen erst einen Punkt erbeutet hat. Auf der anderen Seite befindet sich der Absteiger aus der Oberliga, der den Aufstieg anstrebt, den ersten Rang einnimmt und erst eine Niederlage eingesteckt hat. „Delmenhorst ist haushoher Favorit“, erklärt TSH-Trainer Adrian Hoppe, der Anfang der Nuller Jahre selbst die HSG coachte.


Für Hoykenkamp scheint es also zunächst einmal nur um Schadensbegrenzung zu gehen, denn neben dem verletzten Christoph Müller-Hill, der sicher ausfallen wird, ist auch der Einsatz von Alexander Kirchhof (Urlaub), Sebastian Rabe (angeschlagen) und Hannes Ahrens (beteiligt sich aus beruflichen Gründen kaum am Training) fraglich. Durch ständige Absagen, die verschiedene Gründe haben, war auch eine intensive Vorbereitung auf diese wichtige Begegnung nicht möglich.


Trotzdem sieht Hoppe dieser Begegnung gespannt entgegen: „Delmenhorst ist in Zugzwang und muss gewinnen, um oben zu bleiben. Deshalb werden wir alles daran setzen, diese Partie möglichst lange offen zu gestalten und damit die HSG Delmenhorst lange zu ärgern.“ Hoykenkamp hofft auf die Unterstützung seiner Fans, denn diese waren als „siebter Spieler“ schon häufig sehr hilfreich.
Die Delmenhorster steigerten sich in den vergangenen Begegnungen besonders in spielerischer Hinsicht deutlich. Sie zeigten ein sehr variables und druckvolles Angriffsspiel, das immer wieder mit sehenswerten Treffern von allen Positionen abgeschlossen wurde. Die Deckung allerdings zeigte wiederholt kleine Schwächen, die aber häufig von den starken Torhütern Marius Voß und Sönke Schröder wieder ausgebügelt wurden.


HSG-Coach Jörg Rademacher rechnet nicht mit einem schönen Spiel: „Hoykenkamp ist der Gastgeber und hat nichts zu verlieren. So wird der kämpferische Einsatz wohl im Vordergrund stehen. Wir sind auf dem richtigen Weg, müssen aber auch in diesem Spiel bis zum Schlusspfiff Vollgas geben.“
Die Deckung der Hoykenkamper um den Ex-Delmenhorster Colin Hörner wird Schwerstarbeit verrichten müssen, um die schnelle und wurfstarke Offensive der Delmestädter auszubremsen. Auch im Angriff möchte die TS Hoykenkamp zu viele Fehler im Spielaufbau und im Abschluss vermeiden, denn die Ballgewinne nutzt die HSG Delmenhorst immer wieder über die erste und zweite Welle zu einfachen Kontertoren.

von Heinz Quahs

Bildunterschrift: Nachbarschaftsderby in der Halle Heide: Die Turnerschaft Hoykenkamp, hier vertreten durch Alexander Kirchhof (links), erwartet am Sonntag die führende HSG Delmenhorst (Jonte Windels).

Foto: Rolf Tobis