Delmenhorst. Die Verbandsliga-Handballer der HSG Delmenhorst haben ihren vierten Sieg in Folge gefeiert. Ihr Trainer Jörg Rademacher war trotz des 31:29 (17:14) über den TuS Haren nicht zufrieden.

Nach dem 31:29 (17:14) der HSG Delmenhorst gegen den TuS Haren hat der Begriff „Arbeitssieg“ die Runde gemacht. Er sagte aus, dass sich der Spitzenreiter der Handball-Verbandsliga gegen den Tabellenelften schwertat, ehe er das Erfolgserlebnis unter Dach und Fach gebracht hatte. Die HSG verlängerte mit dem 31:29 am Samstagabend vor rund 300 Zuschauern zwei Serien: Zum einen beendete sie auch das fünfte Heimspiel als Sieger und andererseits gelang ihr der vierte Zweier hintereinander. HSG Delmenhorst führt zur Pause mit 17:14 Fakten, die einen negativen Kommentar von Jörg Rademacher nicht zu verhindern vermochten. Er sei „sehr enttäuscht“, betonte der Trainer. Die Mannschaft habe nicht das gezeigt, was er sich vorgestellt habe. Die Vorwärtsbewegung in der ersten Halbzeit sei okay gewesen, aber: „Wir waren insgesamt weit weg von dem, wo wir schon gewesen sind.“ Die Gastgeber, die in der Halle am Stadion ohne den verletzten Jörn Janßen auskommen und angeschlagene Spieler aufbieten mussten, legten durch Torben Sudau den ersten Treffer vor. In der 13. Minute hieß es 5:7 und drei Minuten später gelang der HSG durch Ole Goyert der erste Zwei-Tore-Vorsprung (9:7). Über 13:8 (20.) und 16:11 (27.) führte der Favorit zur Pause mit 17:14. Haren verpasste ein günstigeres Halbzeitergebnis. Die Mannschaft bekam vier Siebenmeter zugesprochen. Nur Martin Giesen verwandelte (9:8).

Der Delmenhorster Schlussmann Marius Voß parierte gegen Stefan Sträche, Giesen und Fynn Buyna. TuS Haren lässt nicht locker Zu Beginn des zweiten Durchgangs stellte sich Sudau ins Rampenlicht. Er warf gleich fünf der ersten sechs Delmenhorster Tore. Dennoch vermochte sich der Spitzenreiter zunächst nicht abzusetzen. Das änderte sich nach 40 Minuten, als er nach dem 21:20, das Harens zehnfacher Torschütze Christopher Beimesche in der 35. Minute erzielte, durch Tore von Sudau (zwei) und Frederic Oetken (zwei Siebenmeter) auf 25:20 davonzog. Der Gegner ließ jedoch nicht locker und kam nach dem 23:27-Rückstand (49.) auf 26:27 heran (53.). In der 58. Minute sorgte Oetken mit einem weiteren verwandelten Strafwurf, der seinem Team das 30:27 bescherte, für Beruhigung im Lager der HSG. Nach Stefan Sträches 31:29 sorgte Keeper Sönke Schröder, der gegen Harens Buyna glänzend parierte, für den Schlusspunkt.

Der Sieger machte es sich selbst schwer. Er agierte gegen Haren zuweilen zu überhastet, suchte im Angriff wiederholt zu früh den Abschluss. Der TuS, bei dem sich Leistungsträger Stefan Sträche in der zweiten Halbzeit deutlich steigerte, präsentierte sich als eine jene Mannschaften, die sich besonders anstrengen, wenn sie gegen den Tabellenführer und Meisterschaftsfavoriten Delmenhorst antreten. Delmenhorster treten 2017 nur noch auswärts an HSG-Trainer Rademacher erklärte: „Wir befinden und in einem Entwicklungsprozess und können keine Mannschaft im Vorbeigehen besiegen. So ein Spiel macht mich sauer. Wenn wir die nächsten Spiele so machen, holen wir keinen Punkt.“ Dem Gegner habe man angesehen, dass er nichts zu verlieren habe. Rademachers Fazit: „Hauptsache ist, dass wir zwei Punkte geholt haben. Alles andere muss man abhaken.“ Beim 31:29 gegen Haren handelte es sich um das letzte Heimspiel der HSG in diesem Jahr. Die nächsten drei Aufgaben warten bei der HSG Grüppenbühren/Bookholzberg (4. November), beim TuS Sulingen (25. November) und TV Langen (9. Dezember). Das nächste Heimspiel bestreitet der Spitzenreiter erst am 13. Januar 2018 gegen die TSG Hatten-Sandkrug.

HSG Delmenhorst: Voß, Schröder; Sudau 9, Ludwig 1, Timmermann 3, Larisch, Oetken 11/5, Schanthöfer 1, Haake 2, Goyert 1, Kohrt 3, Freese, Windels. TuS Haren: Jansen, Telgenkämper, T. Sträche; Rohling 3, Wortelboer, Büter, Buyna 2, Beimesche 10, Draxl, Mrotzeck 1, S. Sträche 9/3, Drees, Giesen 4/1, Sowada.

Zeitstrafen: HSG 4 – TuS 4. Rote Karte: Mrotzeck (58., 3. Zeitstrafe). Siebenmeter: HSG 5/5 – TuS 7/4. Zuschauer: rund 300.

Spielfilm: 5:7 (13.), 9:7 (16.), 13:8 (20.),17:14 – 18:17 (33.), 25:20 (46.), 27:23 (49.), 31:29.

Bildunterschrif: Auf und davon: Die HSG Delmenhorst um Ole Goyert (Mitte) hat ihr Heimspiel gegen den TuS Haren mit Stefan Sträche (links) und Richard Telgenkämper mit 31:29 gewonnen.
Foto: Rolf Tobis
Quelle: dk-online.de