Delmenhorst. Die Handballer der HSG Delmenhorst haben das Verbandsliga-Derby gewonnen. Der Spitzenreiter besiegte in eigener Halle die TS Hoykenkamp mit 33:23 (14:9).

Das Nachbarschaftsderby in der Handball-Verbandsliga, an dem sich am Samstagabend in der Stadionhalle die HSG Delmenhorst und die TS Hoykenkamp beteiligten, hat den erwarteten Verlauf genommen. Die HSG, Spitzenreiter und Fast-Aufsteiger, gab gegen den Gast, Schlusslicht und Fast-Absteiger, vor 380 Zuschauern stets den Ton an und ließ am ungefährdeten Sieg nie Zweifel aufkommen. Die Delmenhorster errangen mit dem 33:23 (14:9) den 17. Sieg im 19. Spiel und den 15. Erfolg in Serie. Die ersatzgeschwächten Hoykenkamper beklagten sechs Niederlagen in Folge.

Delmenhorst vergibt viele Chancen
Der Favorit vergab einen noch klareren Sieg, denn er verpasste viele gute Gelegenheiten. So sah es auch HSG-Trainer Jörg Rademacher: „Wir haben leichtfertig Chancen vergeben und Bälle verballert. In diesem Punkt bin ich unzufrieden.“ Rademachers Kollege Adrian Hoppe: „Gemessen an unseren Möglichkeiten und angesichts der verletzungsbedingten Ausfälle hat sich die Mannschaft gut aus der Affäre gezogen. Ich muss den Jungs ein Kompliment machen. Sie haben das Maximum rausgeholt. Die Delmenhorster sind eine Klasse besser.“
Der Hausherr, der zunächst Philipp Freese und später Ole Goyert vor der Abwehrkette postierte, lag nach neun Minuten mit 6:2 und nach 18 Minuten mit 11:5 vorne. In der Folge verpasste man einige vielversprechende Möglichkeiten. Nach Goyerts 11:5 gelangen den Delmenhorstern bis zum Pausenpfiff lediglich noch drei Treffer. Gleichwohl ging die Mannschaft mit einem beruhigenden 14:9 in die Kabine.

HSG-Trainer Jörg Rademacher lobt Vorwärtsbewegung
Zu Beginn der zweiten Halbzeit vergab die TSH zwei gute Chancen. Nachdem Hoykenkamps Hannes Ahrens das 16:11 erzielt hatte (35.), glänzte Delmenhorst mit einem Zweischenspurt. Bis zur 43. Minute sorgte das Team für das 22:11 und damit für die (Vor-)Entscheidung. In den restlichen Minuten führte der Erste gegen den Letzten, der sich viele Abwehrfehler erlaubte, stets mit mindestens neun Toren Vorsprung.

Die HSG zeigte in der Defensive eine befriedigende Leistung. „In der Offensive müssen wir konzentrierter zu Werke gehen. Daran müssen wir arbeiten. Zur Pause hätte es 20:7 stehen können. Leider haben sich die Spieler ihren Lohn nicht abgeholt“, sagte Rademacher. Ansonsten zeigte sich der Coach des Siegers zufrieden: „Wir haben eine super Vorwärtsbewegung gezeigt. Wenn wir ins Laufen kommen, wird es schwer, uns aufzuhalten.“

HSG-Nachwuchs unterstützt das Team in Haren
Auch HSG-Vorsitzender Jürgen Janßen kommentierte die vergebenen Möglichkeiten: „Am nächsten Wochenende muss es anders aussehen.“ Am Samstag, 18. März, 18 Uhr, gastiert sein Team beim Tabellensechsten TuS Haren. Unterstützung erfährt Delmenhorst durch rund 40 HSG-Kinder, die sich ab Freitag eine Woche lang im Fereinzentrum Schloss Dankern aufhalten. Sie werden in die Harener Halle und nach Beendigung der Begegnung wieder zurückgebracht. Wenn die HSG Sieg Nr. 16 in Serie folgen lässt und auch die anderen Ergebnisse aus ihrer Sicht nach Wunsch ausfallen, steht der Überflieger bereits nach 20 von 26 Spieltagen als Aufsteiger in die Oberliga fest.

HSG Delmenhorst: Schröder, Krause; Sudau 2, Ludwig 3, Timmermann 4, Coors 6, Oetken 3/1, Schanthöfer 2, Haake 4/2, Janßen 2, Goyert 3, Schöps, Freese 3, Windels 1.
TS Hoykenkamp: Kleefeldt, Meier; Freiwald 2, Flehmer 4, Eidukonis 3/1, Müller-Hill 1, Zein, Hörner, Schwarting 2, Ahrens 3, Streckhardt 2, Kirchhof 1, Hemmelskamp 5.

Siebenmeter: HSG 4/3 – TSH 1/1.
Zeitstrafen: HSG 1 – TSH 2.
Schiedsrichter: Eilers/Jandt (Hatten-Sandkrug).
Zuschauer: 380.
Spielfilm: 6:2 (9.), 11:5 (18.), 12:8 (22.), 14:9 – 16:11 (35.), 22:11 (43.), 28:17 (51.), 33:23.

Bildunterschrift: Vom Landkreis-Nachbarn nicht aufhalten: der Verbandsliga-Spitzenreiter HSG Delmenhorst um Tim Coors (Mitte). Er setzte sich gegen die TS Hoykenkamp mit Daniel Hemmelkamp (links) und Deivas Eidukonis souverän mit 33:23 durch.

Foto: Rolf Tobis
Quelle: dk-online.de (Klaus Erdmann)