Hatten. Big Points im Abstiegskampf für die HSG Delmenhorst! Die Oberliga-Handballer haben am Freitagabend vor 280 Zuschauern das Kellerduell beim Schlusslicht TSG Hatten-Sandkrug nach einer überzeugenden Vorstellung verdient mit 32:23 (16:12) gewonnen und damit einem Konkurrenten um die mindestens zwei Abstiegsplätze womöglich schon einen Knock-out verpasst.

„Das war eine geschlossene Mannschaftsleistung von uns“, jubelte der Delmenhorster Spielertrainer Andre Haake. „Wir wollten das Spiel über die Abwehr gewinnen – und das hat super geklappt.“ Nur 23 Gegentore, so wenige wie noch nie in dieser Saison, machten auch in der Statistik deutlich, in welchem Mannschaftsteil die Gäste das brisante Nachbarduell gewannen.
Wie im Vorfeld von den Trainern Hauke Rickels (TSG) und Haake vermutet, entwickelte sich eine kampfbetonte Partie mit wenig spielerischen Elementen. Beide Teams packten entschlossen in der Abwehr zu, präsentierten sich sehr beweglich und kämpften um jeden Ball. Die Gäste waren jedoch sowohl in der Abwehr als auch im Angriff einen Tick besser.

Jörn Janßen in Hälfte eins kaum zu stoppen
In der Defensive setzte Delmenhorst auf eine 5:1-Formation, in der Philipp Freese TSG-Shooter Robert Langner kurz deckte und gut aus dem Spiel nahm. Im Angriff spielte bei der HSG überraschend Torben Sudau auf der Mitte-Position – und Sudau zog gegen seinen Heimatverein geduldig, aber dennoch druckvoll und geschickt die Fäden. Dazu hatte Delmenhorst mit dem Halblinken Jörn Janßen einen gefährlichen Rückraumschützen, der durch Kreuzbewegungen immer wieder in Wurfpositionen kam und in Hälfte eins neun Tore warf. Die Folge: Delmenhorst lag bis auf den Anwurf immer vorne und verdiente sich die 16:12-Führung zur Halbzeitpause.
Diesen Vorsprung gaben die Gäste auch im zweiten Durchgang nicht mehr aus der Hand. Mit einer 4:1-Serie direkt nach dem Seitenwechsel auf 20:13 (35.) setzte sich die HSG gleich vorentscheidend ab. Die TSG reagierte darauf mit mehreren Abwehrformationen: doppelte Manndeckung gegen Janßen und Sudau, einfache Manndeckung gegen Haake oder dann doch wieder die 6:0-Formation – die TSG versuchte alles, aber sie kam nie wieder richtig an die HSG heran.

Philipp Freese trifft per Kempa
Auf Delmenhorster Seite wuchs dagegen das Selbstbewusstsein minütlich – und es klappte fast alles. Torwart Olaf Sawicki kam für drei Siebenmeter auf das Spielfeld und musste nicht einmal den Ball aus dem Netz holen. Einen Siebenmeter parierte er, die anderen beiden warf Hatten-Sandkrug neben das Tor. Den schönsten Treffer des Tages erzielte Philipp Freese mit einem Kempa-Tor nach einem Zuspiel von Torben Sudau zum 25:16 (44.). Spätestens nach dem 27:17 (48.) war die Partie endgültig gelaufen.
Bei konsequenterer Verwertung der Chancen hätte Delmenhorst noch höher gewinnen können. Doch das nahm Haake gelassen. „Das können wir heute verzeihen“, sagte der Spielertrainer – und begab sich zu seinen feiernden Kollegen.

TSG: H. Bruns, Steffens; Carstens 3, Kirschen 2, Knieling 1, Sauer, B. Bruns, Schinnerer, Ghimes 2/1, Kolpack 3, Langner 6, Achilles 2, Fokken 3, Menkens 1.
HSG: Sawicki, Schröder; Kieselhorst, Sudau 4, Ludwig 1, Timmermann, Larisch 4, Oetken 1, Schenk 1, Haake 4, Janssens, Janßen 11/4, Schoeps, Freese 6.
Siebenmeter: TSG 4/1 – HSG 4/4.
Zeitstrafen: TSG 3 – HSG 6.
Spielfilm: 1:3 (8.), 6:7 (16.), 7:10 (19.), 12:16 (30.) – 13:20 (35.), 27:17 (48.), 23:32 (60.).
Zuschauer: 280.
Schiedsrichter: Becker/Schumacher (Hoykenkamp/Elsfleth).                                                                               

Quelle: dk-online.de

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