Delmenhorst. Die Oberliga-Handballer der HSG Delmenhorst setzen sich mit 33:28 gegen den TSV Bremervörde durch. Der Sieg wird durch die Niederlage der Konkurrenz zum Big Point.

Die Handballer der HSG Delmenhorst haben es am Samstagabend in der Halle am Stadion erneut verstanden, die Nerven ihrer Fans zu strapazieren – unnötigerweise muss man hinzufügen, denn beim 33:28 (15:10) gegen den TSV Bremervörde versäumte es der abstiegsbedrohte Oberligist, relativ früh für klare Verhältnisse zu sorgen. So kam der Gast in der Schlussphase bis auf zwei Tore heran, ehe das Team von Andre Haake und Werner Rohlfs doch noch einen deutlichen Sieg erreichte. Und zwar einen, der Gold wert war: Weil Hauptkonkurrent Elsflether TB bei der SG Bremen/Hastedt mit 20:27 verlor, haben die Delmenhorster nun drei Punkte Vorsprung auf den drittletzten Rang. Ein Sieg aus den letzten beiden Spielen reicht zum sicheren Klassenerhalt.
Klare Führung zur Pause.

Die HSG legte durch Stefan Timmermann den ersten Treffer vor, leistete sich dann jedoch in der Offensive einige Flüchtigkeitsfehler und markierte zudem Bremervördes Kreisläufer Jan-Ole Thode nicht eng genug. Nach 1:0 und 2:1 liefen die Delmenhorster einem Rückstand hinterher, ehe Philipp Freese in der 14. Minute ausglich (7:7) und Frederic Oetken sein Team eine Minute später in Führung brachte (8:7). Die Hausherren bauten ihren Vorsprung nun aus, kamen durch Benjamin Janssens‘ 13:8 in der 23. Minute erstmals zu einem Fünf-Treffer-Vorsprung und gingen mit einem beruhigenden 15:10 in die Pause.
In den letzten Sekunden der ersten Hälfte hatten die HSG-Fans zweimal Grund zum Jubel: Zum einen gelang Janßen das 15. Tor nach 29:53 Minuten (die Gastgeber agierten in dieser Phase mit sieben Feldspielern) und dann zeigte der wenige Sekunden später in sein Tor eilende Sönke Schröder eine Glanzparade, mit der er Gegentor Nummer elf verhinderte.

Freese und Janßen die Matchwinner
In Halbzeit zwei verlief zunächst alles nach dem Plan der Delmenhorster. Sie kassierten in der 36. Minute durch Jan-Ole Thode zwar das 16:13, zogen dann jedoch durch Treffer von Torben Sudau, Niclas Schanthöfer und Janßen auf 19:13 davon. Für den deutlichsten Vorsprung sorgte Freese mit dem 24:17 (48. Minute). Dann jedoch arbeitete sich der TSV heran. In der 56. Minute markierte er, der zwischenzeitlich auf eine 4:2-Deckung umgestellt hatte, durch Adnan Salkic das 28:26. Nach 58:05 Minuten erzielte Bremervördes Lars von Kamp per Siebenmeter das 30:28. Dann jedoch erlöste die HSG ihre Anhänger und kam durch Freese und Janßen, der zum Abschluss zwei Strafwürfe verwandelte, zum 33:28.

Manndeckung gegen Salkic zahlt sich aus
Der Schachzug, auf eine 5:1-Deckung zu setzten und Salkic, ansonsten Spielmacher und Haupttorschütze des TSV, in Manndeckung zu nehmen, erwies sich als klug. Mit vier Toren blieb Salkic, der beim 2:2 mit einem Siebenmeter an Schröder scheiterte, deutlich unter seinem Saisonschnitt (8,43). Die HSG glänzte kämpferisch, wobei sich Janssens ein Extralob verdiente. Schröder war ein sicherer Rückhalt.

Spielertrainer Haake: „Ich habe in der Pause gesagt, dass wir mit 20:10 führen müssten.“ Man habe einen verdienten Sieg gelandet. Die Mannschaft habe zunächst nicht das umgesetzt, was abgesprochen gewesen sei, in der ersten Halbzeit jedoch gut gedeckt. „Wir haben Salkic aus dem Spiel genommen“, sagte Haake ferner und fügte hinzu: „Unsere Torhüter haben sich gut ergänzt.“

Delmenhorst: Schröder, Sawicki; Schäfer 1, Hörner, Sudau 2, Timmermann 8, Larisch, Oetken 4, Schenk, Schanthöfer 1, Haake 1, Janssens 2, Janßen 9/5, Freese 5.
Bremervörde: T. von Kamp, Mühlich; Junge, Mühlmann 1, L. von Kamp 11/4, Mangels 6. Petersen, Wilkens 1, Salkic 4, F. Thode, J.-O. Thode 5.
Siebenmeter: HSG 5/5 – TSV 5/4.
Zeitstrafen: HSG 4 – TSV 4.
Schiedsrichter: Bunselmeyer/Roux (HSG Varel-Friesland/HSG Grönegau-Melle).
Spielfilm: 3:5 (10.), 8:7 (15.), 13:8 (23.), 15:10 – 16:13 (35.), 19:13 (38.), 24:17 (48.), 25:22 (51.), 28:26 (56,), 30:28 (59.), 33:28.
Zuschauer: rund 300.

Bildunterschrift: Einer der Matchwinner: Philipp Freese (rechts) warf für die HSG Delmenhorst gegen den TSV Bremervörde um Torwart Jan Mühlich fünf Tore.
Foto: Rolf Tobis

Quelle: dk-online.de

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