Die Verbandsliga-Handballer der HSG Delmenhorst sind mit einem Arbeitssieg in die Saison 2017/18 gestartet. Im ersten Punktspiel hat der Meisterschaftsanwärter gegen Tura Marienhafe ein 31:27 (14:12) erreicht.
 
Die Delmenhorster, die phasenweise verkrampft wirkten, taten sich lange schwer, ehe in der letzten Viertelstunde die größere Kondition den Ausschlag gab und die Hausherren einen verdienten Sieg unter Dach und Fach brachten. „Der Druck war extrem groß. Wir müssen noch den Rhythmus finden“, meinte Jörg Rademacher, neuer Cheftrainer des Absteigers aus der Oberliga.
 
Sören Rossow traf nach 42 Sekunden zur einzigen Tura-Führung. Nach dem 1:1 durch Thies Kohrt zog die HSG durch drei Treffer von Stefan Timmermann auf 4:1 davon. Timmermann erzielte fünf der ersten sieben Treffer. Es wirkte sich positiv aus, dass er nur in der Offensive zum Einsatz kam und bei Angriffen des Gegners Dominik Ludwig seinen Platz einnahm. Dem 7:7 folgte eine Auszeit der HSG und im Anschluss daran zog seine Mannschaft auf 10:7 davon. Der Pausenstand lautete 14:12.
 
Im ersten Abschnitt vernachlässigte die HSG das Spiel über die Außenpositionen. Erst mit dem 13:11 (27.) gelang Jonte Windels das erste Tor eines Außenspielers. 

In Hälfte zwei, in der sich die Delmenhorster weiterhin viele einfache Fehler erlaubten, gelang es ihnen nicht, sich abzusetzen. Nach dem 22:22 durch Keno Lücken spielte die HSG gegen deutlich nachlassende Gegner jedoch ihre bessere Kondition aus. Torben Sudau erzielte in der 53. Minute einen Fünf-Tore-Vorsprung (28:23). Danach lagen die Hausherren stets mit mindestens vier Treffern vorne. Am Ende stand ein verdienter HSG-Sieg.
 
Positiv wirkte sich aus, dass Coach Rademacher in der zweiten Halbzeit für Lücken Manndeckung anordnete. Philipp Freese übernahm die Bewachung des überragenden Marienhafers und löste die Aufgabe bravourös. Lücken erzielte mit elf die meisten Treffer. Er verwandelte neun von zehn Siebenmetern. Mit Strafwurf Nummer zehn scheiterte er an Mirko Lettmann. Dessen Teamkollege Ludwig wurde aufgrund der dritten Zwei-Minuten-Strafe disqualifiziert (42.) – eine von mehreren nicht nachvollziehbaren Entscheidungen von Thoralf Becker und Eike Schumacher. Die Unparteiischen legten wiederholt verschiedene Maßstäbe an.+
Rademacher nicht zufrieden * „Die Schiedsrichter haben Verunsicherung reingebracht“, sagte Rademacher. Ansonsten erklärte er, dass die HSG „viele einfache Sachen zugelassen“ habe. Der Coach: „Ich habe die Spieler auf vieles vorbereitet, aber sie haben die Vorgaben nicht immer eingehalten. Das ärgert mich.“ Man habe gesehen, dass man nicht so einfach durch die Verbandsliga marschieren könne. Im Endeffekt, betonte der Coach, habe die größere Physis den Ausschlag gegeben.

Bildunterschrift: Kein Durchkommen: Der Delmenhorster Jonte Windels (am Ball) wird von Jörn Janssen (links) und Nico Krüger in die Zange genommen.
Foto: Rolf Tobis
Quelle: dk-online.de
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