Delmenhorst. Mit dem deutlichen 29:24 (15:10) über den TvdH Oldenburg hat die HSG Delmenhorst ihren Gast von der Spitze der Handball-Verbandsliga Nordsee verdrängt.

Vor rund 500 Zuschauern in der Halle am Stadion verbuchte der Hausherr im sechsten Saisonspiel den vierten Heimerfolg und einen Sieg, den Cheftrainer Jörg Rademacher nach dem Abpfiff zu Recht als „verdient“ bezeichnete. Den Grundstein legten die Spieler der hiesigen Handball-Spielgemeinschaft bereits während der ersten Viertelstunde. Die Mannschaft nahm in diesem Gipfeltreffen von Anfang an das Heft in die Hand. Sie erzielte durch Frederic Oetken, Stefan Timmermann und Niclas Schanthöfer (4.) die ersten drei Tore. In der achten Minute gelang dem Oldenburger Matthias Hüsener das 4:3 (8.).

Dann drehten die Delmenhorster auf und zogen innerhalb von acht Minuten auf 10:3 davon. Oetken gelangen drei dieser sechs Treffer. Die Gastgeber kontrollierten weiterhin das Geschehen. Gleichwohl verkürzte der Turnverein vor dem Haarentor den Rückstand. In der 26. Minute hieß es nur noch 12:9. Näher ließ der Absteiger aus der Oberliga seinen Gegner jedoch während der gesamten Spielzeit nicht herankommen. Zur Pause führten die HSGer mit einem aus ihrer Sicht beruhigenden 15:10.

HSG-Trainer Rademacher lobt Abwehrleistung
Der frischgebackene Tabellenführer trat in der Defensive aufmerksam auf und ließ nicht viel zu. Im Offensivbereich erreichte das Team zudem eine gute Chancenverwertung. „Mit der Abwehrleistung in der ersten Halbzeit bin ich zufrieden“, meinte Rademacher. „Und vorne haben wir einige gute Sachen gespielt.“
Nach dem Wechsel gelang es Delmenhorst zunächst, die Führung zu vergrößern. Ab Mitte des zweiten Durchgangs stellte der Oldenburger Trainer Jürgen Tag auf eine offensivere Deckung um, die der HSG zuweilen Schwierigkeiten bereitete. „Die Mannschaft hat sich damit schwergetan“, betonte Rademacher. „Es gab technische Unzulänglichkeiten. Mit den letzten 15 Minuten war ich nicht zufrieden.“ Es sei Sand im Getriebe gewesen und man habe nicht mehr so konzentriert gespielt.

TvdH-Torjäger Gerve bleibt blass Gleichwohl geriet der Erfolg seines Teams nie in Gefahr. Die Oldenburger, bei denen Torjäger Andrius Gerve, der nur zwei Siebenmeter verwandelte, blass blieb, kamen in der letzten Viertelstunde nie näher als auf vier Treffer (27:23 in der 56. Minute) heran.
In den letzten Minuten des Spitzenspiels brachte Rademacher den angeschlagenen Routinier Andre Haake, der mit dem 28:23 einen Treffer beisteuerte. Oetken (sieben) und Timmermann erzielten vor der Pause elf der 15 Tore. Torhüter Marius Voß forderte mit gelungenen Aktionen wiederholt den Beifall der Zuschauer heraus.

Erst ein paar freie Tage, dann Derby gegen Hoykenkamp
Coach Jörg Rademacher („Wir waren das klar bessere Team“) unterstrich, dass Rang eins eine „Momentaufnahme“ sei. Die HSG wollte vor dieser ersten Pause auf dem ersten Platz liegen und sei also im Fahrwasser. Der Übungsleiter: „Die Mannschaft hat einen Schritt nach vorne gemacht, aber wir müssen die Kirche im Dorf lassen. Wir haben noch nichts erreicht. Wir sind im Soll – mehr nicht.“
Nun, so der Trainer, bekämen die Spieler einige Tage frei. Der nächste komplette Spieltag steht erst am 21. und 22. Oktober auf dem Programm. Am Sonntag, 22. Oktober, tritt die HSG Delmenhorst ab 16Uhr bei der Turnerschaft Hoykenkamp an.

HSG Delmenhorst: Voß, Schröder; Sudau, Ludwig, Timmermann 6, Oetken 7/1, Schanthöfer 2, Haake 1, Janßen 4/2, Goyert 6, Kohrt 1, Freese 2, Windels.
TvdH Oldenburg: Tholen, Fründt, Oltmanns; Freese, Timme, Hüsener 7, Andresen 7/2, Kuhnt 1, Hauke, Krause 1, Busemann, Janssen 6, Gerve 2/2.
Siebenmeter: HSG 5/3 – TvdH 6/4.
Zeitstrafen: HSG 5 – TvdH 4.
Disqualifikation: Kohrt (53., 3 x 2 Minuten).
Schiedsrichter: Fabian Kahler/Marcel Witte.
Zuschauer: rund 500.
Spielfilm: 3:0 (4.), 4:3 (8.), 10:3 (16.), 11:7 (21.), 12:9 (26.), 15:10 – 20:12 (41.), 23:18 (49.), 27:20 (54.), 27:23 (56.) 29:24.

Quelle: dk-online.de
Foto: Rolf Tobis
Bildunterschrift: Mit dem deutlichen 29:24 (15:10) über den TvdH Oldenburg hat die HSG Delmenhorst um Fino Oetken ihren Gast von der Spitze der Handball-Verbandsliga Nordsee verdrängt..

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