Bookholzberg. Die Handballer des HSG Delmenhorst haben mit einem 28:24 (12:9)-Erfolg im Nachbarschaftsduell bei der HSG Grüppenbühren/Bookholzberg die Tabellenführung in der Verbandsliga verteidigt.

Jörg Rademacher wollte gerade zu seiner Analyse ansetzen, doch der Trainer der HSG Delmenhorst musste sich einen Moment gedulden, ehe er zu verstehen war. Denn seine Spieler fanden sich am Samstagabend um kurz vor 21 Uhr im Kreis zusammen und bejubelten kurz, aber lautstark ihren „Auswärtssieg“ bei der HSG Grüppenbühren/Bookholzberg. Nach dem verdienten 28:24 (12:9) im Verbandsliga-Derby war die Freude bei den Spielern, den Fans und eben Rademacher groß.
Delmenhorster Trainer Jörg Rademacher lobt Zusammenspiel zwischen Abwehr und Torwarten
Als der Gäste-Coach nach dem siebten Saisonsieg und der verteidigten Tabellenführung sprach, hielt er fest, „stolz“ auf seine Mannschaft zu sein. „Wir haben die Anfangsphase verschlafen, aber danach haben wir viele Sachen sehr gut gelöst“, sagte Rademacher. Er lobte die Anspiele an den Kreis, die erste und zweite Welle und stellte beim Blick auf die Anzeigetafel und die nur 24 Gegentore fest: „Das Zusammenspiel zwischen der Abwehr den Torhütern hat sehr gut funktioniert.“
Wenige Meter neben der Delmenhorster Fraktion hatte Andreas Müller mit seiner Mannschaft auf den Bänken Platz genommen, hatte ein Kaltgetränk in der Hand und war¨– ebenfalls zufrieden. „Wir haben uns mit großem Kampf gegen die Niederlage gestemmt. Davor kann ich nur den Hut ziehen“, lobte Müller.
Grüppenbühren/Bookholzberg war in der Tat ein ziemlich unbequemer Gegner. Über weite Stecken der Partie agierten die Gastgeber ebenbürtig. Doch über 60 Minuten gesehen war Aufstiegsaspirant Delmenhorst eben auch dies: einen Tick besser. Oder wie es Andreas Müller ausdrückte: „Wir haben einfach mehr Fehler gemacht.“
Grüppenbühren/Bookholzberg geht mit 4:0 in Führung
Vor 300 Zuschauern erwischte Grüppenbühren/Bookholzberg einen glänzenden Start. Angeführt von den spielfreudigen Marcel Janorschke und Marcel Behrens führten die Gastgeber nach 5:42 Minuten mit 4:0. Gäste-Trainer Rademacher reagierte prompt. Er nahm eine Auszeit, rüttelte sein Team erst wach und stellte es dann neu ein. Mit Erfolg.
In der Abwehr erkämpfte sich Delmenhorst viele Bälle, aus denen die Gäste per Tempogenstöße einfache Tore warfen. Beim 8:7 durch Frederic Oetken (16.) lag Delmenhorst das erste Mal in Führung, zur Pause führten die Gäste mit 12:9.
HSG Delmenhorst liegt nach der Pause immer vorn
Im zweiten Spielabschnitt führte die Rademacher-Sieben mal mit fünf Toren, mal nur mit zwei. Grüppenbühren/Bookholzberg kämpfte verbissen, schaffte es jedoch nie, entscheidend „in Schlagdistanz“ zu kommen, wie Andreas Müller etwas zerknirscht feststellte.
Zwei Mal wäre dies durchaus möglich gewesen. Werner Dörgeloh verkürzte mit zwei Toren auf 17:19 (44.). Doch nach „zwei dummen Fehlern im Angriff“ (Müller) lagen die Gastgeber schnell wieder mit 17:21 zurück. Und beim Stand von 21:24 parierte Delmenhorsts Schlussmann Sönke Schröder klasse gegen Kevin Pintscher  (54.).
Andersherum ließ sich auch dies feststellen: Im Stile eines Spitzenteams spielten die Gäste cool und clever ihren Stiefel herunter – und ließen dank der individuellen Klasse ihrer Toptorschützen Andre Haake (7), Philipp Freese (6) und Oetken (5) erst gar keine brenzligen Situationen zu. Während Rademacher ein Sonderlob an den 60 Minuten lang durchspielenden Freese verteilte, haderte Müller damit, Haake und Oetken „zu viele Freiheiten“ gewährt zu haben. „Das war entscheidend.“
Grüppenbühren/Bookholzberg-Coach Andrea Müller optimistisch
Seine Grundstimmung sollte dies jedoch nicht trüben. Im Gegenteil: „In unserer Halle werden noch viele Mannschaften ihre Punkte lassen.“ Widersprechen wollte man Andreas Müller nicht.

Quelle: dk-online.de

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