Delmenhorst. Die HSG Delmenhorst will ihre Jugendarbeit optimieren – unter anderem mit Trainer Adrian Hoppe. Der Oldenburger, aktuell noch Coach bei der TS Hoykenkamp, übernimmt zur kommenden Saison den Landesligisten HSG Delmenhorst II. Gleichzeitig wird Hoppe Koordinator im männlichen Jugendbereich bei der Handball-Spielgemeinschaft.

Mit sieben verschiedenen Trainern hatte Jürgen Janßen gesprochen, am Ende gab Adrian Hoppe dem Klubchef der HSG Delmenhorst seine Zusage: Der 51-Jährige wird zur kommenden Trainer bei der HSG II. Hoppe tritt dann beim Landesligisten die Nachfolge von Timo Hermann an – und wird gleichzeitig Koordinator im männlichen Jugendbereich bei der HSG.

„Ich habe mich über die Anfrage der HSG Delmenhorst sehr gefreut. Mit jungen Leuten zu arbeiten und sie zu entwickeln, das macht mir Spaß“, erklärte der Oldenburger, der zur Zeit noch den Verbandsliga-Letzten TS Hoykenkamp trainiert. Dort hat Hoppe wie seine Vorgänger mit einer alternden und beruflich stark eingespannten Truppe zu kämpfen, für die als abgeschlagenes Schlusslicht der Klassenerhalt nur noch theoretischer Natur ist. Die „bessere sportliche Perspektive“ bei der HSG sei deshalb auch ein Argument für seinen Wechsel nach Delmenhorst gewesen, sagt Hoppe, der auch schon die Oberligisten HSG Barnstorf/Diepholz, TV Cloppenburg und Oldenburger TB betreute.
Bindungen zwischen den Mannschaften verbessern.

Der Leiter einer Förderschule ist aber auch bei der HSG Delmenhorst kein Unbekannter. In der Saison 2002/2003 trainierte Hoppe den damaligen Oberligisten. Einer von Hoppes Spielern war als Kreisläufer Jens Hafemann. Der 48-Jährige wird zusammen mit Fino Oetken Co-Trainer der zweiten Herren; HSG-I-Spielmacher Oetken ist seit Februar Assistent bei der zweiten Herren „und eine Galionsfigur“, wie Hafemann sagt. „Zu ihm schauen die jungen Spieler auf.“
Hoppe, Hafemann und Oetken wollen zusammen als Trainer-Trio die Bindung zwischen erster und zweiter Mannschaft sowie der A-Jugend verbessern. „Für einen 17-Jährigen ist der Sprung in die erste Mannschaft sehr groß“, weiß Oetken auch aus eigener Erfahrung. Gleichzeitig sei die Perspektive, als Youngster möglicherweise in der sehr starken Oberliga, in der die HSG Delmenhorst künftig wieder spielen wird, aufzulaufen, „sehr reizvoll“, findet der 25-Jährige. „Wir müssen die Jugendlichen für die erste Mannschaft begeistern.“

Jugendarbeit ist gut, aber noch nicht gut genug
Grundsätzlich will sich die Handballspielgemeinschaft im (Jugend)-Leistungsbereich breiter und noch besser aufstellen – mit den jeweiligen Koordinatoren Adrian Hoppe (männlicher Jugendbereich und zweite Herren), Stefan Neitzel (Damen und weibliche A-Jugend) und Volker Gallmann (weibliche E- bis B-Jugend). „Wir leisten hervorragende Jugendarbeiten. Aber wird sind in einem harten Wettbewerb“, sagt Janßen – und dürfte dabei im A-Jugend-Bereich wohl an die HSG Grüppenbühren/Bookholzberg und die SG Bremen/Hastedt gedacht haben, die im Frühjahr wieder um die Bundesliga-Qualifikation spielen.
„Wir brauchen uns mit unserer Jugendarbeit nicht zu verstecken“, sagt Hafemann mit Blick auf die vielen Mannschaften der HSG, die in dieser Saison auf Landesliga-, Verbandsliga- und Oberligaebene spielen. Der langjährige Oberliga-Spieler betont aber auch: „Wir dürfen uns nicht ausruhen, können noch mehr machen und uns verbessern.“ Auf vier verschiedenen Workshops hat die HSG mit Rolf von Lien an der Spitze ihr Jugendkonzept überarbeitet und „an die heutige Zeit angepasst“.

Rolf Behrens steuert Kooperation mit den Schulen
Dort geht es unter anderem um die Konzeptionen von Trainingsplänen- und Inhalten, um die Intensivierung der Kooperation mit den Schulen durch Rolf Behrens und die Entwicklung sowohl der Spieler als auch Trainer – im männlichen Jugendbereich eben durch Adrian Hoppe. Rolf von Lien formulierte das Ziel so: „Wir wollen die Jugendarbeit optimieren, um die Spieler an das Leistungsniveau der ersten Herren heranzuführen.“

Bildunterschrift: Gemeinsam am Ball: Fino Oetken, Adrian Hoppe und Jens Hafemann (von links) bilden in der kommenden Saison das Trainerteam bei der HSG Delmenhorst II.

Foto: Frederik Böckmann
Quelle: dk-online.de (Frederik Böckmann)

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