Delmenhorst. Die Verbandsliga-Handballer haben ihr Heimspiel gegen den TuS Sulingen souverän mit 37:20 gewonnen. Anschließend ehrte Staffelleiter Jens Schoof die bereits als Meister und Oberliga-Aufsteiger feststehende Mannschaft.

Am Samstagabend, nach dem 37:20 (22:12) gegen den TuS Sulingen, haben die Handballer der HSG Delmenhorst – souveräner Meister der Verbandsliga und Aufsteiger in die Oberliga – Lob von höchster Stelle bekommen. Amtliches Lob sozusagen. „Der Betriebsunfall wurde glatt gezogen“, stellte Jens Schoof, Vizepräsident des Bremer Handball-Verbandes und Spielleiter der Verbandsliga, während der Ehrung in der Halle am Stadion mit Blick auf den bitteren Abstieg in der Saison 2016/17 fest. „Ihr habt eine ganz, ganz tolle Leistung gezeigt. Nur drei Minuspunkte – eine viel bessere Serie kann man nicht spielen. Ich habe Respekt vor dieser Leistung“, fügte der Funktionär hinzu.
HSG kontrolliert Geschehen nach Belieben
Als Beleg für diese Worte stehen bei der Spielgemeinschaft neben 43:3 Punkten auch 19 Siege in Serie und 22:0 Punkte vor heimischer Kulisse zu Buche. Nach Aufstieg und Titelgewinn ist es das Ziel des Spitzenreiters, diese Serie mit lediglich drei Minuspunkten zu beenden.

170 Zuschauer (Schoof: „Der Grill ist heute verlockender als das Handballspiel“) erlebten ein einseitiges Treffen. Gegen die abstiegsbedrohten Sulinger, die ohne ihren herausragenden Spieler Jan Mohrmann antraten, hieß es in der 9. Minute 5:1. Die Delmenhorster, die auf den beruflich verhinderten Philipp Freese verzichten mussten, kontrollierten das Geschehen nach Belieben und gestatteten dem Gast während der ersten Vierttelstunde lediglich vier Treffer. Zur Pause lautete der Spielstand 22:12.

Delmenhorster vergeben Chancen leichtfertig
In Abschnitt zwei geizten beide Teams zunächst mit Toren. In der 40. Minute hieß es 26:13. Der Favorit gab jedoch stets den Ton an und baute den Vorsprung kontinuierlich aus. In der Schlussphase vergaben die Delmenhorster einige gute Chancen teilweise leichtfertig. Darüber ärgerte sich auch Cheftrainer Jörg Rademacher: „Mit der zweiten Halbzeit bin ich unzufrieden. Das hat mir nicht gefallen. Wenn Chancen nicht verwertet werden, ist das auch eine Konzentrationssache.“ Darüber werde er, kündigte der Coach an, mit seinen Spielern noch sprechen. Während der letzten 65 Sekunden spielte die HSG in doppelter Überzahl, der einzige Treffer, der in dieser Phase fiel, gelang jedoch dem Sulinger Justin Bretthorst.
Der Bremer Schoof, der Rademacher als „Vater des Erfolges“ bezeichnete, prophezeite dem Aufsteiger eine glänzende Zukunft: „Ihr werdet eine Bereicherung für die Oberliga sein. Ich sehe euch nicht als Fahrstuhlmannschaft.“

Noch drei Saisonspiele
Die letzten drei Spiele bestreitet HSG am Samstag, 19.15 Uhr, gegen den TV Langen, eine Woche später beim Tabellenzweiten TSG Hatten-Sandkrug und am 12. Mai gegen SG Neuenhaus/Uelsen (jeweils 19.30 Uhr). „Wir ziehen die Saison bis zum Ende durch“, verspricht Trainer Rademacher, der einmal mehr Wert darauf legte, dass alle Spieler Einsatzzeiten erhielten – am Samstagabend, als die HSG Delmenhorst Lob von höchster Stelle bekam.

Bildunterschrift: Die HSG Delmenhorst kehrt in die Oberliga zurück. Darüber freuen sich (hinten von links) Physiotherapeutin Anja Birkner, Betreuer Thomas Gaertner, Jonas Meissner, Tim Coors, Mirko Lettmann, Torben Sudau, Stefan Timmermann, Thies Kohrt, Sönke Schröder, Niclas Schanthöfer, Torwart-Trainer Stephan Goertz, (unten von links), Torwart-Trainer Jens Kanzog, Trainer Jörg Rademacher, Jonte Windels, Frederic Oetken, Alexander Schöps, Jörn Janßen, Andre Haake, Ole Goyert und (sitzend) Dominik Ludwig.
Foto: Rolf Tobis
Quelle: dk-online.de (Klaus Erdmann)

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