Delmenhorst. Die Oberliga-Handballer haben ihre Partie beim Meisterschaftsanwärter ATSV Habenhausen mit 21:28 (10:13) verloren. Der Aufsteiger machte in der Offensive zu viele Fehler, sodass er den Drittliga-Absteiger nicht in größere Schwierigkeiten bringen konnte.

Mit dem 21:28 (10:13) haben die Handballer der HSG Delmenhorst beim ATSV Habenhausen, der nach Meinung vieler Experten dem Kreis der Meisterschaftsanwärter angehört, die befürchtete Niederlage kassiert. Der Oberliga-Aufsteiger erlaubte sich beim Drittliga-Absteiger zahlreiche Fehler. „Mit dem Ergebnis kann man eigentlich zufrieden sein, aber wir haben uns zu viele technische Fehler und Fehlwürfe erlaubt“, sagte Trainer Jörg Rademacher nach dem zweiten Punktspiel seines ersatzgeschwächten Teams.
Habenhausen hätte noch deutlicher gewinnen können. Das 10:13 zur Pause nannte Rademacher „schmeichelhaft“. Ein Lob richtete der Coach an die Adresse seines Schlussmanns Sönke Schröder: „Sönke war unser bester Mann. Er hat uns lange im Spiel gehalten.“

Erstes Tor fällt in der sechsten Minute
Die Zuschauer in der Bremer Hinni-Schwenker-Halle mussten fünf Minuten und elf Sekunden warten, bis Mirco Wähmann die Heimmannschaft mit einem Siebenmeter in Führung brachte. Der erste Treffer der Delmenhorster ging auf das Konto von Philipp Freese, dem das 1:3 gelang. Nach dem 1:4 und einer Auszeit der HSG setzte sich die Mannschaft besser in Szene und nach exakt 15 Minuten sorgte Tim Coors mit dem 5:6 für den Anschluss. Danach warf der Allgemeine Turn-und Sportverein Habenhausen drei Treffer in Folge. Mit dem 11:6 bescherte Lukas Ole Müller seinem Team in der 21. Minute erstmals einen Fünf-Tore-Vorsprung. Bis zur Pause gelang es dem Neuling, den Rückstand freundlicher zu gestalten.
Nach dem Seitenwechsel kamen die Gäste durch Frederic Oetken, der in der 32. Minute das 11:13 erzielte, und Freese (12:14, 36.) in zwei Fällen bis auf zwei Tore heran. Drei Treffer, die dem achtfachen Torschützen Björn Wähmann in Folge gelangen, brachten dem Favoriten in der 43. Minute das 17:12. „Bis zur 40. Minute konnten wir das Spiel offen gestalten, doch dann fehlten uns die Alternativen“, meinte Rademacher. Das lag auch daran, dass Dominik Ludwig in der 36. Minute mit einem Pferdekuss ausfiel. Über das 25:17, das Björn Wähmann in der in der 54. Minute erzielte, erreichte Habenhausen das 28:21.

Delmenhorst tritt ersatzgeschwächt an
Der ATSV (4:0 Zähler, plus acht Tore) belegt aufgrund des klaren Erfolges vor den punktgleichen Mannschaften OHV Aurich (plus sieben) und VfL Fredenbeck (plus fünf) den ersten Rang. Damit stehen die drei Drittliga-Absteiger dort, wo sie auch am Ende der Saison erwartet werden: an der Spitze.

Bei der HSG wirkte Torben Sudau wieder mit, es fehlten aber noch wichtige Spieler. Ganz anders stellte sich die Situation beim Gegner dar: „Die Habenhauser haben die erste komplette Sieben gewechselt“, berichtete Rademacher. „Und einige gute Leute standen gar nicht auf dem Protokoll.“ Der ATSV-Sieg, so der Coach, der in den ersten zehn Minuten ein 3-2-1- und später ein 6-0-System präsentierte, sei auch in der Höhe verdient.
Mit der Leistung in der Defensive zeigte er sich zufrieden. Vorne seien zu viele Fehler gemacht worden, die Mannschaft habe zuweilen zu zaghaft gespielt. „Wir fahren auf der letzten Radkappe“, kommentierte der Trainer die personelle Situation. Von den Leuten, die da seien, erwarte er, dass sie mehr Verantwortung und Eigeninitiative übernehmen. „Jetzt müssen wir uns auf das Spiel am Samstag gegen Beckdorf konzentrieren. Dann muss die Fehlerquote aber geringer sein“, blickte Rademacher voraus.

Statistik:
ATSV Habenhausen: Abshagen, Sommerfeld 1; Fischer, B. Wähmann 8/4, Meier, Schluroff 1, M. Wähmann 4/2, Rojahn, Schäfer 3, Marien 6, Müller 2, Feller 1, Steghofer 2.
HSG Delmenhorst: Lettmann, Prvonozac, Schröder; Meissner, Sudau 1, Ludwig 1. Timmermann, Coors 3, Oetken 7/3, Schanthöfer 2, Goyert 2, Markowski, Freese 5.
Siebenmeter: ATSV 6/6 – HSG 3/3.
Zeitstrafen: ATSV 4 – HSG 3.
Spielfilm: 1:0 (6.), 4:1 (10.), 6:5 (16.), 11:6 (21.), 13:10 – 14:12 (36.), 17:12 (43.), 22:16 (48.), 25:17 (54.), 28:21.

Quelle: dk-online.de (Klaus Erdmann)

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