Delmenhorst. Die Oberliga-Handballer der HSG Delmenhorst haben beim TuS Rotenburg mit 29:35 verloren. Sie vergaben viele klare Torchancen.

„Wir haben das, was wir können, nicht auf die Platte gebracht. Einsatz und Wille sind da, aber die Mannschaft ist momentan verunsichert“, betonte Jörg Rademacher, Trainer der Handballer der HSG Delmenhorst, nach dem 29:35 (12:19) des Oberliga-Aufsteigers beim TuS Rotenburg. Durch die dritte Niederlage im vierten Spiel fiel die HSG auf den letzten Platz zurück. Gleich sechs der 14 Mannschaften weisen 2:6 Punkte auf.
Delmenhorst agiert „zu ängstlich“

In der 2. Minute gelang Frederic Oetken das erste Tor der Gäste. Es sollte die einzige Führung bleiben. Sie gerieten bereits früh deutlich in Rückstand, lagen in der 6. Minute mit 1:4 und in der 18. Minute mit 5:11 zurück. „Wir waren in der ersten Halbzeit zu zaghaft und zu ängstlich“, berichtete Rademacher. Den Rotenburgern, denen zuvor zwei Siege gelangen, attestierte der Coach eine „breite Brust“.
Mit dem 19:12 verbuchten die Hausherren zur Pause einen komfortablen Vorsprung. In der 38. Minute hieß es 25:15. „Ab der 40. Minute haben wir das gespielt, was wir können und das Ergebnis einigermaßen gestaltet. Aber während des gesamten Spiels hatten wir keine Chance. Wir konnten den Gegner nie richtig unter Druck setzen“, erklärte Rademacher. Am Ende zeigte die Anzeigetafel ein 35:29.

Als einen der Gründe für die Niederlage führte Rademacher die „schlechte Wurfquote“ an. Dazu gehörten auch drei vergebene Siebenmeter. Zudem mussten die Delmenhorster ohne Backe spielen.

Zwei rote Karten
Doch damit war die Ursachenforschung des Trainers nicht beendet. Er verwies auf verletzte Spieler. Zu ihnen gehört seit Samstagabend auch Ole Goyert. Rademacher: „Wir mussten ihn nach 15 Minuten mit einer Knieverletzung rausnehmen.“ Andere seien angeschlagen oder fehlten während der Woche beim Training.
Die Delmenhorster Jonas Meissner (nach 38:17 Minuten) und Marcian Markowski (45:38) wurden disqualifiziert. Rademacher: „Bei Meissner war es lediglich ein Zusammenprall. Das hat auch der Rotenburger Spieler zugegeben.“ Die Szene mit Markowski habe er von seinem Platz aus nicht sehen können. „Außerdem haben einige Leistungsträger in Rotenburg nicht ihre Form erreicht. Es gab einige Totalausfälle und das können wir nicht kompensieren“ fügte der Coach hinzu.
Am Samstag, 19.15 Uhr, erwartet die HSG mit dem VfL Fredenbeck den Tabellenzweiten. Rademache blickt der Aufgabe relativ gelassen entgegen: „Wir haben keinen Druck und können befreit aufspielen. In diesem Spiel erwartet niemand etwas von uns.“

Quelle: dk-online.de (Klaus Erdmann)

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