Delmenhorst. Handball-Oberligist HSG Delmenhorst bezwingt den VfL Edewecht mit 28:20 (15:10) und freut sich über vierten Sieg in Folge. Zwei Serien, die am Samstagabend in der Halle am Stadion aufeinanderprallten, haben weiterhin Bestand: Handball-Oberligist HSG Delmenhorst bezwang den VfL Edewecht mit einem auch in dieser Deutlichkeit verdienten 28:20 (15:10) und freute sich über vier Siege hintereinander. Der Gast hingegen verlängerte vor 280 Zuschauern (darunter einige Edewechter Fans) seine Negativserie und ist seit nunmehr sechs Partien sieglos.

Die Basis des Delmenhorster Erfolges bildete die glänzende Arbeit im Defensivbereich. In den vorausgegangenen zehn Spielen hatte der Aufsteiger im Schnitt 28,7 Treffer kassiert. Lediglich beim 26:21 bei der SG Achim/Baden steckte die HSG ähnlich wenige Tore ein. „Unsere Abwehr war bärenstark. Nur 20 Gegentore sind Lohn für gute Arbeit“, stellte Jörg Rademacher zufrieden fest. Der Cheftrainer der HSG schickte eingangs des Treffens Torwart Sönke Schröder sowie die Rückraumspieler Jörn Janßen, Frederic Oetken und Tim Coors sowie Ole Goyert (Linksaußen), Michael Schröder (Mitte) und Philipp Freese (Rechtsaußen) ins Rennen. In dieser Aufstellung gelang den Hausherren ein 4:3, ehe Michael Schröder innerhalb kurzer Zeit Zwei-Minuten-Strafen hinnehmen musste (10:37 und 13:02). Seine Rolle übernahm Marcian Markowski, der zu Recht ein Lob des Coaches bekam: „Er hat seine Sache gut gemacht.“ Die übrigen Spieler des 13-köpfigen Kaders erhielten relativ kurze Einsatzzeiten.

Die nicht zuletzt durch die 6:0 Punkte in Folge selbstbewussten HCDer gaben von Anfang an den Ton an. Sie gerieten nie in Rückstand und bauten den Vorsprung nach Thore Lindas 3:3 (9.) kontinuierlich aus. Nach dem 11:6 durch den elffachen Torschützen Oetken (19:47), der drei von vier Siebenmetern verwandelte, gab es die erste Auszeit, in deren Verlauf VfL-Trainer Tobias Weihrauch die Edewechter nochmals mit Anweisungen versorgte. Zur Pause führten die Schützlinge seines Kollegen Rademacher mit 15:10.

Den ersten Treffer nach dem Wechsel erzielte Gästespieler Nils Goepel, doch dann langte der Gastgeber dreimal in Folge zu. Er setzte seinen souveränen Auftritt auch im zweiten Abschnitt fort und ließ den Rückraum der Gäste, vor dem Rademacher im Vorfeld nachdrücklich gewarnt hatte, kaum zur Entfaltung kommen. Das Ergebnis: Auch in Abschnitt zwei gelangen den Edewechtern nur zehn Treffer. Beachtlichen Anteil daran besaß HSG-Schlussmann Sönke Schröder. Er fühlte sich hinter der sattelfesten Abwehr wohl, präsentierte sich erneut in guter Form und meisterte unter anderem zwei Siebenmeter von Louis Kamp. „Wir erzielen einfach zu wenig Tore“, meinte Weihrauch.

HSG Delmenhorst freut sich nun auf OHV Aurich
Der Trainer des abstiegsbedrohten Tabellenelften ergänzte: „Kurz nach de Pause war das Ding gegessen. Wir sind in einer Sch...situation.“ Rademacher betonte, dass er mit einem solch deutlichen Erfolg nicht gerechnet habe. „Die Mannschaft hat aggressiv und bissig gespielt“, sagte er ferner. Das habe sich in den vergangenen Wochen bereits angedeutet. Im Angriff habe man „ein, zwei Sachen überhastet vergeben“.

Natürlich befasste sich Rademacher nach dem Abpfiff bereit mit dem nächsten Gegner. Am Samstag, 19.15 Uhr, stellt sich der OHV Aurich, Absteiger aus der 3. Liga, Spitzenreiter und Überflieger bei der HSG, Aufsteiger aus der Verbandsliga, vor. „Wir sind krasser Außenseiter und es ist ein Spiel, auf das wir uns freuen“, blickte der Delmenhorster Trainer voraus. Mit dem Sieg über Edewecht habe die Mannschaft Werbung für das Aurich-Spiel gemacht. Stimmt.

HSG Delmenhorst: S. Schröder, Lettmann; Meissner, Goyert 4, Sudau 1, Timmermann 2, Coors 3, Oetken 11/3, M. Schröder, Janßen 4, Markowski 1, Freese 2, Till.
VfL Edewecht: Schwagereit 1, Gasiorowski, Gräfing; Grensemann, Steusloff, Ahlers, Linda 2, Ritter 1, Lemke 1, Meyer 2, Goepel 3, Kamp 5, Bitter 2, Wünsch 3.
Zeitstrafen: HSG 4 – VfL 6.
Siebenmeter: HSG 4/3 – VfL 4/0.
Spielfilm: 3:3 (9.), 8:4 (16.), 11:6 (20.), 13:7 (25.), 15:10 – 18:11 (36.), 22:13 (47.), 25:15 (23.), 25:18 (55.), 28:20.
Zuschauer: 280.

Bildunterschrift: Flugshow in der Düsternorter Stadionhalle: Der Delmenhorster Linksaußen Ole Goyert im Eins-gegenEins-Duell mit dem Edewechter Torwart Finn Schwagereit.
Foto: Rolf Tobis
Quelle: dk-online.de (Klaus Erdmann)

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Ok