In den 28 Punktspielen des Jahres 2018 erreicht Delmenhorst in zwei Spielklassen 22 Siege. Das Team von Cheftrainer Jörg Rademacher beendet fünf der letzten sechs Treffen als Sieger.

DELMENHORST „Wir sindvoll zufrieden. Die Entwicklung ist top und so, wie wir sie uns ausgemalt haben. Teilweise wurden die Erwartungen übertroffen worden.“ Fragt man Jürgen Janßen, der an der Spitze der Handball-Spielgemeinschaft (HSG) Delmenhorst steht, nach seinem Fazit 2018, so favorisiert der Vorsitzende lobende Worte. Das wundert nicht, denn das Herrenteam erarbeitete sich erstens mit 49:3 Punkten den souveränen Aufstieg in die Oberliga Nordsee und weitens durch imponierende Vorstellungen den Respekt der aktuellen Mitbewerber.

Ligaübergreifend beendete die Mannschaft 22 der 28 Punktspiele als Sieger. Zur Zeit belegt sie in der vierthöchsten Liga die sechste Position. Tendenz steigend. Noch einige Zahlen aus 2018: Die HSG, die in der der Verbandsliga zwischen dem 13. Januar und 12. Mai ihre sämtlichen 15 Treffen gewann, errang mit zwölf Zählern Vorsprung gegenüber Mitaufsteiger TSG Hatten-Sandkrug die Meisterschaft. Nicht zuletzt aufgrund personeller Probleme fand sich das Team in der neuen Umgebung zunächst nicht so gut zurecht: Fünf der ersten sieben Spiele gingen verloren. Es folgten fünf Siege in sechs Begegnungen, wobei das begeisternde 21:23 gegen den nach 13 Spielen verlustpunktfreien Spitzenreiter OHV Aurich durchaus ebenfalls als Erfolg zu bewerten ist. 10:2 Punkte in Folge, keine Frage: Die HSG ist in der Oberliga angekommen. „Wir haben nicht damit gerechnet, dass die Mannschaft derzeit so gut in Schuss ist“, betont Janßen.

Hinter den Erfolgen in Verbands- und Oberliga, der eng mit dem Namen des Cheftrainers Jörg Rademacher verbunden sind, steckt viel Arbeit. Dabei hatte es der Coach nicht immer leicht, denn über längere Zeiträume fehlten Akteure aus verschiedenen Gründen. Das machte sich nicht nur in den Spielen, sondern auch während der Trainingseinheiten, in denen bekanntlich wichtige Grundlagen geschaffen werden, bemerkbar. „Die Verletzten sind wieder zurück und die Trainingsbeteiligung ist rasant angestiegen.“ Endlich könne man wieder „sechs gegen sechs“ spielen. Das sagte Rademacher am 30. November, unmittelbar vor dem elften Spieltag, an dem sein Team die Edewechter mit 28:20 besiegte.

Rademacher ist ein akribischer Trainer, der über die Kontrahenten stets bestens informiert ist und seine Spieler gut vorbereitet. Das erkennen auch die Kollegen an. „Mein Respekt gilt Jörg. Er hat die Mannschaft gut eingestellt. Seine Spieler haben taktisch alles getan, was ihr Trainer vorgegeben hat“, lobte beispielsweise Arek Blacha. Er steht beim OHV Aurich, der mit optimalen 26:0 Punkten und 405:305 Toren vorne liegt, auf der Kommandobrücke. „Jörg hat einen tollen Job gemacht“, lobt Janßen den Übungsleiter. Doch natürlich ist Rademacher kein Einzelkämpfer, vielmehr steht er an der Spitze des Teams hinter dem Team. So sind Jens Kanzog und Stephan Görtz als Torwarttrainer tätig. Thomas Gärtner und Fabian Helmik fungieren als Betreuer. Und mit Anja Wenzel und Markus Albers stehen der HSG zwei bewährte Physiotherapeuten zur Verfügung. Die Arbeit der Verantwortlichen trägt unübersehbar Früchte. Insbesondere im Defensivbereich vermochte die HSG in den letzten Begegnungen zu glänzen. Janßen bezieht aber auch die Offensive in seinen positiven Kommentar mit ein: „Beide Bereiche, Deckung und Angriff, haben sich gut entwickelt. Die Mannschaft verfügt über viele Varianten.“ Die Arbeit, so der Vorsitzende, sei aber noch nicht beendet.

„Die Leute, die reinkommen, müssen noch mehr eingebunden werden. Und bei den Außen muss die Fehlerquote niedriger werden. Aber im Erfolg ist das nachrangig zu betrachten“, erklärt der Vereinschef. Gegenüber dem ersten Abstiegsplatz, den der SV Beckdorf einnimmt, weist die HSG, Tabellensechster, satte acht Punkte Vorsprung auf. Ziel, so Janßen, sei ein Platz im oberen Mittelfeld. „In der Saison 2019/20 müssen wir den sechsten Platz anstreben“, unterstreicht Janßen. Dieser ist erforderlich, wenn die für 2020/21 geplante eingleisige Regionalliga Realität werden sollte. Zunächst steht jedoch das Abschneiden in der Oberliga im Mittelpunkt der Bemühungen. Am Samstag, 26. Januar, 19.30 Uhr, geht’s bei der SG HC Bremen/Hastedt weiter.

Rademacher zeigt sich mit der Entwicklung verständlicherweisesehr zufrieden. „Ich bin absolut stolz auf die Truppe. Wenn wir zu 100 Prozent alles abrufen, müssen wir uns vor keinem Gegner verstecken“, erklärte er nach dem Spiel gegen Tabellenführer OHV Aurich. „Für den Delmenhorster Handball war es ein gutes Jahr“, sagt HSG-Cheftrainer Jörg Rademacher. Dem ist nichts hinzuzufügen.

Quelle: Delmenhorster Kreisblatt vom 31.12.2018 (Klaus Erdmann)

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