Delmenhorst. Trainer Jörg Rademacher bereitet die Handballer der HSG Delmenhorst auf die Oberliga-Rückrunde vor. Die Delmenhorster setzen die Saison am Samstag, 26. Januar, bei der SG HC Bremen/Hastedt fort. Rademacher besucht Spiele der WM in Berlin.

Fünf Siege in den letzten sechs Spielen und der Sprung auf den sechsten Tabellenplatz – die Handball-Spielgemeinschaft (HSG) Delmenhorst gehört in der Oberliga Nordsee zweifelsohne zu den Mannschaften der Stunde. Aber natürlich handelt es sich nur um eine positive Zwischenbilanz, denn schließlich stehen noch 13 Spiele aus. Angesichts dieser Tatsache wundert es nicht, dass Cheftrainer Jörg Rademacher auf die Euphoriebremse tritt: „Ja, wir waren zuletzt erfolgreich, aber wir fangen wieder bei Null an.“

Der Coach bereitet die Mannschaft auf die Rückrunde vor, die für die HSG am Samstag, 26. Januar, 19.30 Uhr, mit dem Auftritt bei der abstiegsgefährdeten SG HC Bremen/Hastedt beginnt.

Grippe stört die Vorbereitung
Wenn es um das Training und den Stand der Dinge geht, zeigt sich der Coach nicht restlos zufrieden. „Einige Spieler hatten Grippe und waren angeschlagen“, sagt Rademacher. Er hofft, dass der Kader in der nächsten Woche, wenn der Countdown läuft, wieder komplett ist. Die Stimmung sei gut, unterstreicht der Coach, der über die Pause sagt: „Es war gut, mal abzuschalten.“ Das letzte Spiel bestritt seine Mannschaft am 15. Dezember. Es endete mit einem deutlichen 28:19 beim zwei Ränge besser postierten TV Cloppenburg.

Dann richtet Rademacher den Blick wieder nach vorne. „Wir stehen vor einer schweren Rückrunde“, betont er. Die Meisterschaftsfrage dürfte entschieden sein, denn Überflieger OHV Aurich führt mit optimalen 26:0 Punkten vor dem TV Bissendorf-Holte (18:8). Um den Verbleib in der Oberliga kämpfen noch einige Teams. Der Vorsprung der HSG (14:12 Punkte) auf den ersten Abstiegsplatz, den der SV Beckdorf belegt, beträgt beruhigende acht Zähler. Gleichwohl sagt Rademacher: „Wir wollen uns so schnell wie möglich noch mehr von den Mannschaften absetzen, die unten stehen.

„Fühle mich durch WM bestätigt“
Die Handball-Weltmeisterschaft verfolgt Rademacher natürlich intensiv: „Ich sehe alles, was möglich ist.“ Am letzten Samstag hat er sich die Spiele Russland - Korea (34:27), Deutschland - Brasilien (34:21) und Frankreich - Serbien (32:21) in Berlin angesehen. „Die Atmosphäre war beeindruckend“, schwärmt der Trainer. „Die WM“, ergänzt er, „ist gute Werbung für unseren Sport.“ Mit den Leistungen der deutschen Auswahl ist er zufrieden. Das 25:25 gegen die Franzosen bezeichnet er als „unglücklich“. In diesem Spiel habe Deutschland die Cleverness gefehlt.

Die Auftritte der weltbesten Handballer betrachtet der Trainer auch mit einer gewissen Neugier: „Mich interessiert, welche Neuigkeiten es gibt. Wie sehen zum Beispiel die Deckungskonzepte aus?“ Eine wichtige Erkenntnis hat er bereits gewonnen. „In einigen gewissen Sachen fühlt man sich bestätigt“, sagt Jörg Rademacher. Er macht bei diesen Worten einen zufriedenen Eindruck.

Quelle: dk-online.de (Klaus Erdmann)

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