Delmenhorst/Beckdorf. Die Oberliga-Handballer der HSG Delmenhorst haben einen souveränen Auswärtssieg gefeiert: Sie setzten sich beim SV Beckdorf mit 35:28 (19:11) durch.

„Das war ein munteres Treiben“, sagte Jörg Rademacher, Trainer der Oberliga-Handballer der HSG Delmenhorst, nach dem 35:28 (19:11) seiner Mannschaft beim SV Beckdorf lachend. Die Zuschauer sahen nicht nur 63 Tore, sondern auch einen souveränen Auftritt des ersatzgeschwächten Tabellensechsten HSG. Er sei zufrieden, betonte Rademacher, dessen Team sich am Samstagabend über den achten Sieg im 16. Punktspiel freute.

Beim SV Beckdorf, der als Zwölfter den ersten Nicht-Abstiegsplatz belegt, fehlten bei den Delmenhorstern die verletzten Niclas Schanthöfer, Jonas Meissner und Ole Goyert sowie Torben Sudau (private Gründe). „Somit hatten wir im Rückraum keine Auswechselspieler“, sagte Rademacher. Ein solch klares Ergebnis, so der Coach, habe er nicht erwartet. Er sei mit viel Respekt an die Aufgabe herangekommen, nachdem es beim 25:29 im Hinspiel große Probleme gegeben hatte. Zudem ließ der abstiegsbedrohte Gastgeber zuletzt aufgrund von 5:1 Punkten aufhorchen.

Delmenhorster liegen zur Pause mit acht Toren vorn
Die diszipliniert zu Werke gehende HSG, der sich auf eine kompakte Abwehr stützte, vergab in der Anfangsphase gute Chancen. In der 8. Minute lautete der Spielstand 4:4. Danach fing sich die HSG und übernahm das Kommando. Durch Treffer von Jörn Janßen, Philipp Freese und Lasse Till zog sie auf 7:4 davon. „Nach 20 Minuten hat der Gegner seine 3-2-1- auf eine 6:0-Deckung umgestellt“, berichtete Rademacher. Das kam seiner Mannschaft, die den Vorsprung kontinuierlich ausbaute, entgegen. Zur Pause lag sie mit 19:11 vorne. Rademacher: „Wir hätten noch höher führen können.“
Im zweiten Abschnitt gelang es den Delmenhorstern, die Anspannung hochzuhalten. „Beckdorf wollte mit der schnellen Mitte den Druck erhöhen, aber wir haben cool weitergespielt“, sagte Rademacher. Seine Mannschaft kontrollierte nach wie vor das Geschehen und lag stets mit mindestens fünf Toren in Führung.

Thies Kohrt zurück im Delmenhorster Team
Eine herausragende Leistung zeigte Jörn Janßen, der im zweiten Abschnitt zehn seiner 15 Tore erzielte. „Jörn war in der zweiten Halbzeit sehr stark und besitzt einen Riesenanteil am Sieg“, sagte Rademacher mit Nachdruck. Linksaußen Lasse Till habe sich erneut gesteigert, unterstrich der Trainer, der ferner Frederic Oetkens Übersicht lobte. Thies Kohrt, der ausschließlich in der Abwehr zum Einsatz kam, bezeichnete Rademacher als „Lichtblick“. Er fügte hinzu: „Es freut mich, dass Thies nach achtmonatiger Verletzungspause wieder dabei war und gut gegengehalten hat.“

In Beckdort habe man gesehen, so Rademacher, dass die Mannschaft ins obere Drittel gehöre. Sie habe sich gut entwickelt. Die HSG hätten nach der Winterpause vier Punkte erreichen können, liege aber mit drei Punkten im Soll. „Den Abstand zu den unteren Mannschaften haben wir vergrößert“, sagte Rademacher, der sich auch über anerkennende Worte seines Beckdorfer Kollegen Jonas Kaucikas freute.
Da das Spiel gegen den TuS Rotenburg bereits vor einiger Zeit auf Samstag, 23. März, verlegt worden war, ist die HSG am nächsten Wochenende (16./17. Februar) spielfrei. Am Samstag, 23. Februar, 19.30 Uhr, gastiert sie beim Tabellenfünften VfL Fredenbeck.

Quelle: dk-online (Klaus Erdmann)

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