Delmenhorst. Fünfter Sieg in Serie: Die Oberliga-Handballer der HSG Delmenhorst haben sich dank einer starken Abwehrleistung beim VfL Edewecht durchgesetzt.

Jörg Rademacher gehört nicht zu jenen Trainern, die die Auftritte ihrer Mannschaft gerne mit blumigen Worten kommentieren. Der erfolgreiche Coach der Oberliga-Handballer der HSG Delmenhorst bevorzugt die fachliche Analyse, wählt klare Worte und spart – wenn es notwendig ist – auch nicht mit Kritik. Umso höher ist seine Einschätzung des Auftritts der HSG beim abstiegsbedrohten VfL Edewecht, den Delmenhorst mit 30:26 (14:13) gewann, einzuordnen. Er sei "froh und stolz", betonte Rademacher. Seine Mannschaft habe den fünften Sieg in Folge erreicht. Das sei beeindruckend.
Delmenhorster gehen von Anfang an konzentriert zu Werke
Den Grundstein zum Erfolg legte die HSG in der Heinz-zu-Jührden-Halle in der Defensive. „Wir hatten uns vorgenommen, eine stabile Deckung aufzubieten. Das haben die Spieler phasenweise gut gemacht“, berichtete Rademacher. Hinzu kam, dass sein Team von Anfang an konzentriert zu Werke ging. In der 4. Minute brachte Michael Schröder es mit 3:0 in Führung. In der 10. Minute glich Edewecht aus (4:4). In der 22. Minute hieß es durch einen Treffer des elffachen VfL-Torschützen Renke Bitter 11:11. Zur Pause lag die HSG mit 14:13 in Führung. In der ersten Halbzeit, unterstrich Rademacher, sei es ein Spiel auf Augenhöhe gewesen.
„Dinge, die wir im Training einstudiert haben, klappten phasenweise sehr gut. So haben wir beispielsweise die 6:0-Deckung immer wieder auseinandergezogen“, sagte der Trainer.

Statistik

VfL Edewecht - HSG Delmenhorst
VfL Edewecht: Schwagereit, Gräfing Gasiorowski; Steusloff, Ahlers 2, Linda 1/1, Ritter 2, Lemke 1, Meyer 1, Kamp 5/2, Goepel 2, Bitter 11, Wünsch 1.
HSG Delmenhorst: Lettmann, S. Schröder; Goyert 3, Timmermann 1, Coors 5, Oetken 8/4, M. Schröder 4, Markowski, Janßen 7, Kohrt, Till 2.
Schiedsrichter: O. Wagener, M. Wagener (SV Warsingsfehn).
Zeitstrafen: VfL 3 – HSG 3.
Siebenmeter: VfL 4/3 – 4/4.
Spielfilm: 0:3 (4.), 4:4 (10.), 11:11 (20.) 13:14 – 15:19 (38.), 23:23 (50.), 23:27 (56.), 26:30.

Delmenhorst kam gut aus der Kabine und „legte eine Schippe drauf“ (Rademacher). Der Lohn: Im Anschluss an Bitters 15:15 (34.) warfen Jörn Janßen (2), Frederic Oetken (Siebenmeter) und Lasse Till bis zur 38. Minute einen 19:15-Vorsprung des Aufsteigers heraus. Der VfL ließ aber nicht locker, verkürzte den Rückstand und kam in der 50. Minute durch – natürlich – Bitter zum 23:23. Mit vier Toren in Folge, erzielt durch Oedten (drei, darunter ein Siebenmeter) und Janßen sorgte die HSG bis zur 56. Minute für das 23:27 und damit für die Vorentscheidung.
„Der Sieg ist auch in der Höhe verdient. In Edewecht gewinnt nicht jede Mannschaft“, sagte Rademacher. Er verwies darauf, dass mit dem privat verhinderten Torben Sudau und Philipp Freese, der aus beruflichen Gründen fehlte, „zwei Aktivposten“ nicht dabei waren. Er rechne damit, so der Trainer, dass der VfL noch „unten rein rutscht“. Tabelle und Restprogramm gelten als Belege: Edewecht weist gegenüber dem ersten Abstiegsrang, den die SG HC Bremen/Hastedt belegt, drei und gegenüber dem Relegationsplatz (SV Beckdorf) zwei Pluspunkte Vorsprung auf. Die letzten drei Spiele bestreitet der Zehnte gegen Habenhausen (Dritter), in Fredenbeck (Sechster) und gegen Aurich (Meister).

HSG-Trainer Jörg Rademacher möchte Tabellenfünfter bleiben
Rademacher freut sich darüber, dass die HSG eine über eine gute Spielanlage verfüge und ernst genommen werde. „Es wäre gut, Platz fünf zu verteidigen“, sagte er wenig überraschend. Die HSG gastiert am Samstag, 27. April, 19.30 Uhr, bei Überflieger Aurich und erwartet zum Saisonabschluss im TV Cloppenburg den Vierten der Liga-Rangliste (Samstag, 4. Mai, 19.30 Uhr). „Die TSG Hatten-Sandkrug, die mit uns aufgestiegen ist, liegt zehn Punkte hinter uns. Daran sieht man, dass wir uns weiterentwickelt haben“, sagt der Coach, der seinen Spielern nach weiteren Trainingseinheiten in ein „langes Wochenende“ schickt.

Quelle: dk-online.de (Klaus Erdmann)

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