Delmenhorst. Die Oberliga-Handballer der HSG Delmenhorst sind gut in die Saison 2019/20 gestartet. Die Leistung, die sie beim souveränen Heimsieg über den TuS Rotenburg boten, machte Appetit auf mehr.

Keinesfalls hat die HSG Delmenhorst ein perfektes Spiel zum Auftakt der Saison 2019/20 abgeliefert, aber die Leistung hat durchaus Lust auf mehr gemacht: Vor über 300 Zuschauern feierten die Oberliga-Handballer einen 34:24 (19:10)-Heimsieg über den TuS Rotenburg. Dabei dominierten die Delmenhorster das Geschehen von Beginn an und ließen nie auch nur den kleinsten Zweifel an ihrem Erfolg aufkeimen. „Vieles hat schon gut geklappt. Wir sind ordentlich reingekommen und haben sofort aggressiv gespielt“, lobte HSG-Coach Jörg Rademacher, schränkte aber im selben Atemzug noch ein: „Mit Durchgang zwei bin ich nicht ganz zufrieden.“ Was ihn an den zweiten 30 Minuten störte? Die Gegentore, denn davon habe sein Team aufgrund von Konzentrationsschwächen letztlich vier oder fünf zu viel kassiert.

HSG Delmenhorst tankt Selbstbewusstsein
In Gefahr geriet der Delmenhorster Sieg trotzdem zu keiner Zeit – nicht mal ansatzweise. Dafür präsentierten sich die Gäste aus Rotenburg schlichtweg zu schwach. Letztendlich erwiesen sie sich für die HSG als dankbarer Gegner, um Selbstbewusstsein zu tanken. Und gerade das dürfte den Delmenhorster angesichts des nächsten Gegners, dem Drittliga-Absteiger SG VTB/Altjührden, keinesfalls schaden. „Wir haben jetzt zwei Punkte und können also ganz ohne Druck nach Varel reisen“, sagte Rademacher, „aber wer mich kennt, weiß, dass ich da nicht nur zum Mitspielen hinfahre.“ Mario hat ein super Spiel gemacht, ihm sind kaum Fehler unterlaufen."

HSG-Trainer Jörg Rademacher ist zufrieden
Apropos Fehler: In Durchgang eins verbuchte die HSG lediglich zwei technische Fehler, Fahrkarten verteilte sie ebenfalls nur drei. „Das ist eine Quote, wie ich sie mir vorstelle“, sagte der HSG-Coach. Eine Quote, die noch beachtlicher erscheint, wenn man bedenkt, dass die Delmenhorster früh mit dem Wechseln begonnen hatten. Denn tatsächlich war die Begegnung gegen die Rotenburger nach 15 Minuten entschieden: Eeine 12:4-Führung leuchtete von der Anzeigetafel. Rademacher:
„Ich will nicht überheblich klingen, aber wir waren auf der Gewinnerstraße und hätten uns nur selbst schlagen können. Und mir war es wichtig, allen Spielern genügend Zeit auf der Platte zu geben.“

Die Wechsel lieferten ihm dabei verschiedenste Erkenntnisse: So muss das Kreisspiel etwa noch verbessert werden. Nachdem Thies Kohrt sich privat schwer verletzt hat und nun auf unbestimmte Zeit fehlen wird, teilten sich Markowski und Alexander Schoeps die Aufgabe. Erstgenannter überzeugte jedoch eher in der Defensive, während Schöeps noch wie ein Fremdkörper wirkte. Noch nicht ganz angekommen zu sein, scheint auch Lennart Witt. Der Neuzugang vom TV Cloppenburg übernahm ab der 15. Minute für den Rest der ersten Hälfte den Spielaufbau. Dabei offenbarte er allerdings einige Probleme in der Entscheidungsfindung. Nichtsdestotrotz dominierte die HSG aber auch mit ihm als Dirigent das Geschehen nach Belieben – mit einem Neun-Tore-Vorsprung ging sie in die Kabine.

Konzentrationsschwächen bringen HSG nicht in Schwierigkeiten
In Durchgang zwei verwalteten die Delmenhorster ihren Vorsprung dann recht locker, auch weil sich die Gäste mit der Pleite offenbar bereits abgefunden hatten. Und so konnte Rademacher sogar Tim Coors ab der 40. Minute eine Pause gönnen. In der vergangenen Saison brach das Offensivspiel der HSG oft ein, sobald der Rückraum-Schütze nicht auf der Platte stand. Diesmal lief es recht ordentlich weiter, wobei sich hier und da einige Konzentrationsschwächen einschlichen. Rademacher: „Das war etwas Larifari, aber Rotenburg hat kaum etwas zustande gebracht. Dann ist es schwierig, obwohl wir eigentlich weiterhin Vollgas geben wollten. Am Ende haben wir aber souverän gewonnen.“

Quelle: dk-online.de

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