Delmenhorst. Die Oberliga-Handballer der HSG Delmenhorst haben ihr Heimspiel gegen die HSG Barnstorf/Diepholz gewonnen.
Sie rückten auf den dritten Tabellenplatz vor.

Konzentration von Anfang an, mehr Aggressivität in der Defensive und größere Kaltschnäuzigkeit in der Offensive – das waren die Kernforderungen, die Jörg Rademacher, Cheftrainer der Oberliga-Handballer der HSG Delmenhorst, nach dem enttäuschenden 31:29 gegen den SV Beckdorf und vor dem Heimspiel gegen die HSG Barnstorf/Diepholz an seine Mannschaft gerichtete hatte. Nun, die Spieler erfüllten den Auftrag zu 66,6 Prozent. Sie gaben von Anfang an den Ton an und gingen in der Abwehr zielstrebiger und cleverer als im Beckdorf-Spiel zur Sache. Die Abwehr legte den Grundstein zum dritten Sieg im vierten Spiel: Die Delmenhorster gewannen mit 26:22 (14:11). Auf der anderen Seikte aber vergab die HSG erneut zu viele Möglichkeiten. Rademacher („Mit 22 Gegentoren bin ich zufrieden“), teilte mit, dass beim Gastgeber 19 Fehlwürfe zu Buche standen.

Der Coach ergänzte: „Bei ungefähr zehn vergebenen Würfen waren die Spieler ganz frei." Gleichwohl muss attestiert werden, dass sich die Delmenhorster Handball-Spielgemeinschaft, die mit Lasse Till einen beruflich bedingten Abgang meldet, am Samstagabend in der Halle am Stadion vor 300 Zuschauern im Vergleich zum letzten Heimspiel auf dem Weg der Besserung befand. Und auf dem Weg in höhere Tabellenregionen: Sie drang in der (etwas schiefen) Tabelle auf den dritten Platz vor. Verbirgt sich dahinter mehr als nur eine schöne Momentaufnahme?

Zwei starke Torwarte Tim Coors gelangen zwei Auftakttreffer.
Kamil Chylinski bescherte dem Gast in der 16. Minute erst- und letztmals eine Führung (7:6). Über 10:7 und 12:9 kamen die Delmenhorster zur 14:11-Pausenführung. Bereits im ersten Abschnitt setzte der Rückraum, der zehn der 14 Tore erzielte, die Akzente. Zudem besaßen die Hausherren in Schlussmann Sönke Schröder, der ebenso wie der Barnstorfer Kollege Donatas Biras zu den auffälligsten Spielern gehörte, einen sicheren Rückhalt.

Jörn Janßen führt Delmenhorst auf Siegerstraße
In Abschnitt zwei kam Barnstorf in der 36. Minute auf 14:15 heran, ehe Delmenhorst auf 18:14 davonzog. Nach dem 18:16 führten drei Treffer, die der einmal mehr herausragende Jörn Janßen in Folge erzielte, sowie Tore von Stefan Timmermann und Frederic Oetken nach 51:09 Minuten zum 23:16. Wie bereits gegen Beckdorf schien es nach diesem Zwischenspurt erneut nur noch um die Höhe des Sieges zu gehen. Doch dann ließ der Gastgeber einige Chance ungenutzt verstreichen „Wir haben in dieser Phase vier, fünf Hundertprozentige vergeben“, merkte Rademacher an. Er brachte den Gegner, der die Deckung öffnete und Janßen durch Piet Gerke phasenweise in Manndeckung nahm, nochmals ins Spiel. Barnstorf traf nach 57:51 Minuten durch seinen zehnfachen Torschützen Chylinski zum 22:24. Zwei Tore von Lasse Till bescherten dem Tabellendritten das 26:22. Er machte seinen Teamkollegen so ein Abschiedsgeschenk.

Vorsitzender Jürgen Janßen verabschiedete den Spieler, der aus beruflichen Gründen nach Hannover geht, vor der Begegnung. „Ich hoffe, dass Till bald wiederkommt“, sagte der Vereinschef. „Der Sieg geht vollkommen in Ordnung“, betonte Barnstorfs Trainer Dag Rieken. „Die Mannschaften waren gut aufeinander eingestellt.“ In der ersten Halbzeit sei seine Abwehr nicht aggressiv genug gewesen. HSG Delmenhorst hat 6:2 Punkte auf dem Konto „Nach dem 23:16 haben wir uns das Leben selbst schwer gemacht“, stellte Rademacher fest. Torwart Schröder habe dafür gesorgt, dass es in der Schlussphase nicht „noch enger“geworden sei. Der Delmenhorster Coach: „Von Linksaußen machen wir momentan fast gar nichts. Wir können nicht immer nur vom Rückraum leben.“ Erfreut stellte er fest, dass sein Team 6:2 Punkte gesammelt habe. Im Vorjahr seien es zu diesem Zeitpunkt 2:6 Punkte gewesen.

Quelle: dk-online.de (Klaus Erdmann)
Bildunterschrift: Ragte heraus: Jörn Janßen (rechts) führte die HSG Delmenhorst im Heimspiel gegen die HSG Barnstorf/Diepholz auf die Siegerstraße.
Foto: Tammo Ernst

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