Delmenhorst. Die von einer Grippewelle stark geschwächte HSG Delmenhorst hat ihr Oberliga-Heimspiel gegen die HSG Schwanewede/Neuenkirchen knapp mit 31:33 verloren.

Sechs Spieler haben in der Woche erkrankt im Bett gelegen. Sie haben jetzt gespielt und gehen dann wieder ins Bett.“ Jörg Rademacher, Cheftrainer der Oberliga-Handballer der HSG Delmenhorst, schüttelte während der Analyse des 31:33 (14:17) gegen die HSG Schwanewede/Neuenkirchen den Kopf. Die Grippewelle, unter der ein Großteil seiner Spieler litt, die zuletzt kein Training zuließ und die sich entsprechend auch auf die Leistung während der letzten Partie vor der Weihnachtspause auswirkte, bildete in der Nachbetrachtung des Coaches natürlich ein dominierendes Thema. 70 Prozent der Mannschaft, so Rademacher, hätten mit 30 Prozent gespielt.
Die Delmenhorster hatten vor diesem Treffen eine Spielverlegung angestrebt, der der Gegner nicht zustimmte. Schwanewedes Trainer Andreas Szwalkiewicz sagte im Vorfeld, dass es nicht möglich sei, einen anderen Termin zu finden.

Keinen Vorwurf an die Mannschaft
Rademacher („Schwanewede hat verdient gewonnen“), der dieser Argumentation nicht folgen konnte, lobte seine Spieler: „Ich kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen. Die Leistung ist aller Ehren wert. Aber unter diesen Umständen gab es eine hohe Fehlerquote.“ Die Spieler mühten sich, aber nach der ersten Hälfe des zweiten Durchgangs ließen die Kräfte nach. „Das hat man an den krassen Abwehrfehlern gesehen,“ betonte Rademacher. Sein Team wehrte sich im wahrsten Sinne des Wortes nach Kräften – vergebens. Der Gast verdrängte die hiesige Spielgemeinschaft, die einige Plätze abrutschte, von der vierten Position. 

200 Zuschauer in der Stadionhalle
Delmenhorst legte vor 200 Zuschauern in der Stadionhalle das 2:0 vor, doch dann setzte sich der Gast besser in Szene und kam über 6:3 und 9:8 zu einer 17:14-Pausenführung. Rademacher schickte zunächst seine Stammformation auf das Feld. In der 16. Minute kam Torben Sudau für Jörn Janßen, der mit einer Lippenverletzung zwischenzeitlich ausschied. Für Sönke Schröder, der begann, wechselte der Trainer im zweiten Abschnitt mit Bassam Farasha und Silas Schumacher auch die beiden anderen Torhüter ein.

Die HSG steckte nie auf und ging in der 38. Minute erstmals wieder in Führung (21:20). Nach dem 26:25 (44.) gelangen Schwanewede/Neuenkirchen vier Treffer in Folge. Die hiesige Spielgemeinschaft kam nochmals vielversprechend heran (30:31, 56. Minute), doch in der 58. Minute sorgte der Kontrahent mit einer Drei-Treffer-Führung für die Vorentscheidung. In der Offensive offenbarte der Verlierer einige Schwächen. Zunächst erlaubte er Schwanewede relativ viele Tore vom Kreis, später hatte er Rechtsaußen Tim Platinat, dem zehn Treffer gelangen, wiederholt nicht auf dem Schirm. Die Schiedsrichter Max Eilers/Phillip Jandt, die einige nicht nachvollziehbare Entscheidungen trafen, hatten ebenfalls nicht ihren besten Tag erwischt. „Sie haben sich wiederholt entschuldigt“, berichtete Rademacher.

Jürgen Janßen, Vorsitzender der HSG Delmenhorst, verabschiedete vor der Begegnung Alexander Schöps. Berufsbedingt geht der Kreisläufer für drei Jahre nach Mexiko.

Quelle: dk-online.de (Klaus Erdmann)

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