Delmenhorst. Die Oberliga-Handballer der HSG Delmenhorst waren beim Tabellenzweiten letztlich chancenlos. Dabei hatten sie in der ersten Halbzeit der Partie beim ATSV Habenhausen eine starke Vorstellung geboten.

Von einer „bitteren Niederlage“ hat Jörg Rademacher, Cheftrainer der Oberliga-Handballer der HSG Delmenhorst, nach dem 27:37 (17:15) beim Tabellenzweiten ATSV Habenhausen gesprochen. Sein Team zeigte gestern in der Bremer Hinni-Schwenker-Halle in der ersten Spielhälfte einen überzeugenden Auftritt, ehe sie im zweiten Abschnitt stark abbaute und unter die Räder kam. Rademacher: „In der ersten Halbzeit war die Mannschaft gut, in der zweiten Halbzeit hat sie das Handballspielen eingestellt.“ Die HSG habe nach der Pause nicht genügend Einsatz gezeigt. Mit 14:12 Punkten belegt sie unter 14 Konkurrenten den siebten Platz.

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„In der ersten Halbzeit konnte ich den Spielern keinen Vorwurf machen“, erklärte Rademacher. Sie hätten viele Sachen sehr gut umgesetzt. Die Folge: Nachdem der Gast in der 9. Minute mit 3:6 ins Hintertreffen geraten war, wendete er das Blatt. Im Anschluss an das 8:8 (18.) gelangen Lennart Witt zwei Treffer. Nach 29:43 Minuten brachte Jörn Janßen die Delmenhorster, die auf den privat verhinderten Torhüter Sönke Schröder verzichten mussten, mit 17:14 in Führung. Habenhausens Luc Schluroff bescherte dem ATSV den 15. Treffer (29:59).

HSG-Spieler verlieren Selbstvertrauen
„Man führt beim Tabellenzweiten mit zwei Toren. Ich weiß nicht, warum man dann nicht mit einer breiten Brust aus der Kabine kommt“, sagte Rademacher. Der Gastgeber begeisterte seine Zuschauer mit einem 6:0-Lauf und führte mit 21:17 (39.). Erst nach 38:47 Minuten gelang Witt mit dem 18:21 der erste HSG-Treffer nach der Pause. Er und seine Mitspieler kassierten Tore nach Tempogegenstößen, verloren die meisten Zweikämpfe und erlaubten sich dumme Fehler. „Es war das alte HSG-Problem: Keiner der Spieler war in der Lage, sich zu wehren. Es ist unerklärlich, warum sie kein Selbstvertrauen hatten“, erklärte Rademacher. Nach dem 17:21 sei das Spiel gelaufen gewesen. Die Mannschaft sei auseinandergefallen. Dritte Niederlage in Serie
Die Delmenhorster kassierten die sechste Niederlage im 13. Punktspiel und die dritte Schlappe in Serie. Der ATSV Habenhausen, so Rademacher, sei für die HSG zwar kein Maßstab, trotzdem müsse man anders auftreten. Eine Niederlage in dieser Deutlichkeit sei einfach bitter und hätte nicht sein müssen. Auf die in der ersten Halbzeit gezeigten Leistung müsse die Mannschaft aufbauen.

Delmenhorst tritt wieder auswärts an
Am kommenden Sonntag, 19. Januar tritt die HSG Delmenhorst beim Tabellenneunten TuS Rotenburg an, der am Wochenende pausierte. Die Begegnung beginnt um 17 Uhr. „Das wird auch nicht einfach, denn wir müssen dort ohne Backe spielen“, sagte Jörg Rademacher.

Quelle:dk-online.de (Klaus Erdmann)

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