Delmenhorst. Die Oberliga-Handballer der HSG Delmenhorst haben in der zweiten Halbzeit der Partie gegen die SG VTB/Altjührden eine Gala-Vorstellung abgeliefert.

Die brachte ihnen gegen den Tabellendritten einen klaren Heimsieg ein.
Dank einer Gala-Vorstellung nach der Pause hat der Handball-Oberligist HSG Delmenhorst den favorisierten Drittliga-Absteiger SG VTB/Altjührden mit einem 37:28 (18:18) deklassiert. Die Mannschaft von Cheftrainer Jörg Rademacher trumpfte vor 310 Zuschauern ab der 38. Minute mächtig auf und legte mit acht Toren in Folge den Grundstein für einen Erfolg, den man insbesondere in dieser Deutlichkeit nicht erwarten konnte. Der Coach betonte, dass er „super zufrieden und sehr stolz auf seine Mannschaft“ sei. Die HSG verbesserte sich auf den vierten Platz. Sie liegt hinter Altjührden und vor der HSG Schwanewede (alle 18:12 Punkte).


Statistik
Zunächst gab der Gast, der in den vergangenen Tagen durch das 25:26 gegen Schlusslicht Elsflether TB und den daraus resultierenden Rücktritt von Christian Schmalz für negative Schlagzeilen gesorgt hatte, den Ton an. Michael Schröder, der in der vergangenen Saison noch für die HSG auflief, traf zum 1:0. Mit zunehmender Dauer kamen die Delmenhorster besser ins Spiel. Nach dem 3:6 legten sie durch Tim Coors und Mario Reiser, dem drei Treffer in Folge gelangen, das 7:6 vor. Bis zum Seitenwechsel vermochte sich keiner der Kontrahenten klar abzusetzen. In der 38. Minute brachte Dennis Summa Altjührden letztmals in Führung (22:21).

HSG-Abwehr kaum zu überwinden
Anschließend gab die HSG mächtig Gas. Sie wirkte wie entfesselt und spielte den Favoriten förmlich an die Wand. Die Delmenhorster trafen beinahe ausnahmslos richtige Entscheidungen, erlaubten sich kaum Fehlwürfe und trieben den Gegner mehr und mehr in die Verzweiflung. In Zahlen: Nach besagtem 21:22 gelangen der Handball-Spielgemeinschaft acht Treffer in Folge. 11 Minuten und 35 Sekunden lang erlaubte sie den Friesländern kein Tor. „Die Abwehr hat taktisch hervorragend gespielt. Der Gegner wurde immer nervöser“, stellte der HSG-Vorsitzende Jürgen Janßen fest.

Delmenhorster Torwart Sönke Schröder überzeugt.
Großen Anteil an dem begeisternden Zwischenspurt besaßen nicht nur die treffsicheren Feldspieler, sondern auch Sönke Schröder. Der Schlussmann, der seinen Platz zwischenzeitlich für den Kollegen Bassam Farasha räumte, lief in Abschnitt zwei zu ganz großer Form auf. Er meisterte einige schwere Würfe, gewann beim Stand von 26:22 ein Siebenmeter-Duell gegen Dennis Summa, der zuvor drei Strafwürfe sicher verwandelt hatte, und erwies sich als bärenstarker Rückhalt. Rademacher lobte:.„Sönke hat in der zweiten Halbzeit eine super Leistung geboten.“

HSG lässt sich nicht beeindrucken
Altjührden fand während der zweiten Halbzeit (Rademacher: „Da gibt es nicht viel zu meckern“) gegen den glänzenden Gegner kein Mittel. Der Gast reagierte auf den Druck der HSG mit einer 4:2-Deckung. Tim Coors und Jörn Janßen wurde die Ehre einer Sonderbewachung zuteil. Eine Maßnahme, von der sich die HSG nicht wirklich beeindruckt zeigte. Sie erreichte mit großer Souveränität die Ziellinie. Nach der Begegnung freute sich die Mannschaft, die in der zweiten Hälfte lediglich zehn Tore zuließ, über einen 37:28-Erfolg, auf den sie stolz sein kann. Pech hatte Kreisläufer Marcian Markowski, der sich im Gesicht verletzte und ausschied.

Delmenhorst rückt in Tabelle nach vorn
„Wir waren bereits in der ersten Halbzeit nicht schlecht unterwegs, aber oft zu defensiv. Der Gegner kam aus dem Rückraum zu einfachen Toren. Wir haben umgestellt und waren dann griffiger“, erklärte Rademacher, der unterstrich, dass viele Spieler der SG Drittliga-Erfahrung besäßen. Torwart Schröder und die Abwehr seien gut gewesen und im Angriff habe die Mannschaft diszipliniert gespielt. „Das waren zwei schwere Spiele“, bezog der Coach das 32:30 beim TuS Rotenburg mit ein. Jetzt sei die HSG „in Schlagdistanz“. Es sei, sagte Jörg Rademacher mit Nachdruck, aller Ehren wert, dass dieser kleine Kader immer noch vorne dabei ist. Das nächste Spiel bestreiten die Delmenhorster erst am Samstag, 8. Februar, 19.30 Uhr, beim SV Beckdorf.

Quelle:dk-online.de (Klaus Erdmann)
Foto: Rolf Tobis

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