Delmenhorst. Die Oberliga-Handballer der HSG Delmenhost haben sich in einem Festival der Tore beim SV Beckdorf durchgesetzt. Sie erzielten die Mehrzahl der insgesamt 73 Treffer.

Mit dem 38:35 (19:14) beim SV Beckdorf hat die HSG Delmenhorst am Samstagabend ein „Festival der Tore“ zu ihren Gunsten entschieden. „Über die Leistung in der Offensive kann ich nicht meckern. 35 Gegentore zeigen aber, wo es geknackt hat“, kommentierte HSG-Trainer Jörg Rademacher den Auftritt seiner Mannschaft. Für Statistiker: Mit dem 38:35 stellte die HSG zwei Bestmarken auf. Nach dem Aufstieg in die Oberliga, der ihr in der Saison 2017/18 gelang, erzielten die Delmenhorster Oberliga-Handballer nie mehr als 37 Tore (zuletzt beim 37:28 über die SG VTB/Altjührden am 25. Januar). Und: 73 Treffer in einem Spiel mit HSG-Beteiligung sind ein Spitzenwert. Am 29. September 2018 fielen beim 37:32 über den VfL Fredenbeck 69 Tore. Statistik
Die HSG, die beim Tabellenelften den zehnten Sieg im 16. Saisonspiel und den dritten Erfolg in Serie meldet, festigte mit nunmehr 20:12 Punkten die vierte Position. Sie musste auf Torhüter Bassam Farasha (Knieverletzung) verzichten und bot erneut Lennart Witt als Kreisläufer auf. Ihm gelangen neun Treffer. „Lennart fühlt sich auf dieser Position wohl“, sagte Rademacher.

HSG bekommt Beckdorfer Offensive in den Griff
Ferner berichtete der Trainer, dass die Mannschaft die Vorgaben zunächst gut umgesetzt habe und gut ins Spiel gekommen sei. Zunächst vermochte sich keiner der Kontrahenten mit mehr als zwei Toren abzusetzen. In der 26. Minute erreichte Delmenhorst mit Witts 16:13 erstmals einen Drei-Treffer-Vorsprung. Zur Pause lag das Team mit 19:14 in Führung. Es sei gelungen, so Rademacher, die Defensive mehr und mehr zu stabilisieren. Dabei habe auch Torhüter Sönke Schröder eine wichtige Rolle gespielt. Man habe den gegnerischen Rückraum, gut im Griff gehabt und den Gegner zu einfachen Würfen gezwungen. „Mit der ersten Halbzeit war ich zufrieden“, unterstrich Rademacher.

Delmenhorster lassen Zügel schleifen
Das galt für den zweiten Durchgang angesichts der 21 Gegentore nur bedingt. „Wir waren zu fahrig und sind wieder in unser altes Schema verfallen“, sagte der Coach. In der 37. Minute gelang Witt die 24:17-Führung der HSG. „Im Gefühl des sicheren Sieges“ (Rademacher) ließ das Team die Zügel dann etwas schleifen. Die Hausherren verkürzten in der 49. Minute auf 27:29. Beckdorf nahm Jörn Janßen ab der 50. Minute in Manndeckung und stellte kurze Zeit später auch auf eine 4:2-Deckung in der Verteidigung um.


Mario Reister macht HSG-Sieg endgültig perfekt
In der 54. Minute sprachen die Unparteiischen Nina Gründel und Tanja Wrobel gegen den zehnfachen Torschützen Tim Coors eine Disqualifikation aus (ohne Bericht). „Das war eine völlig überzogene Entscheidung. Eine Zeitstrafe wäre okay gewesen. Es war eine Eins-gegen-Eins-Situation, und Tim soll seinen Gegenspieler geschubst haben“, schilderte Rademacher den Zweikampf, der zur Roten Karte gegen den Delmenhorster führte. Die Schiedsrichterinnen aus Schleswig-Holstein, merkte der HSG-Trainer an, hätten zuweilen unsicher gewirkt und insbesondere in der Schlussphase zur Unruhe beigetragen. Seine Mannschaft bewahrte jedoch trotz der Hektik kühlen Kopf und kam über ein 35:30 (56.) zum 38:35. Beckdorfs Markus Bowe erzielte nach 48 Sekunden vor dem Ende das 35:37. Im Anschluss daran mussten zwei seiner Teamkollegen Zeitstrafen quittieren – Mario Reiser sorgte dann 15 Sekunden vor Schluss endgültig für klare Verhältnisse.

Am Freitag, 14. Februar, muss die HSG erneut in fremder Halle antreten. Ab 20 Uhr gastiert sie bei der HSG Barnstorf/Diepholz, die mit 26:30 gegen den Elsflether TB verlor und aktuell den neunten Rang in der Tabelle einnimmt.

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