Weiter zu HSG Delmenhorst feiert fünften Sieg in Folge
Delmenhorst. Die Oberliga-Handballer der HSG Delmenhorst
retten sich gegen den HC Bremen über die Ziellinie. Sie machen es jedoch spannender als nötig.

Die Musikanlage in der Stadionhalle funktionierte am Freitagabend nicht, der Lauf der Handballer von der HSG Delmenhorst ging dennoch weiter. Im Oberliga-Heimspiel gegen den HC Bremen feierte das Team von Trainer Jörg Rademacher einen knappen 36:35 (19:16)-Erfolg – es war der fünfte in Folge. Vor 350 Zuschauern machte es der Tabellendritte aber spannender als nötig. Die Delmenhorster hatten in der 58. Minute schon vermeintlich sicher mit 34:31 geführt. Nach einer Roten Karte (ohne Bericht) gegen den starken HSG-Spieler Lennart Witt kam Bremen dann noch einmal bis auf ein Tor heran. Dabei blieb es. Bester HSG-Werfer war Jörn Janßen mit zehn Treffern, drei davon per Siebenmeter. Auf Seiten der Bremer erzielte Spielertrainer Marten Franke ebenfalls zehn Treffer, davon fünf Siebenmeter. 

Vorsprung schmilzt in der Schlussphase
Der Auftakt in der anfangs fairen Partie gehörte den Hausherren. Besonders im Aufbau der HSG zirkulierte der Ball gut und die Delmenhorster kamen zu leichten Toren. Nach sieben Minuten stand es 5:3. Danach trafen die Gäste zwei mal, das 5:5 blieb aber der letzte Ausgleich. Zwischen der 15. und der 19. Minute drehte Tim Coors mächtig auf. Vier Treffer in Folge gingen auf das Konto des Delmenhorsters. Beim Stand von 13:10 setzte sich die HSG erstmals mit drei Toren ab. Das war auch der Abstand zur Pause. „In der ersten Halbzeit waren wir viel besser“, bilanzierte Rademacher nach dem Spiel und erklärte: „Danach haben die Bremer von unseren Fehlern gelebt.“
Mit Beginn der zweiten Halbzeit wechselten die Bremer im Tor von Luca Prieß zu Julius Timm, der gleich mit zwei starken Paraden gut ins Spiel fand. Sein Team kam aber nicht näher heran. Auf Seiten der HSG überzeugte Witt bei seiner Rückkehr aufs Parkett und markierte mit zwei Tempogegenstößen binnen 13 Sekunden das 25:20. In der Folge wurde die Begegnung dann intensiver. Daran hatten auch die Schiedsrichter Maximilian Schwarze und Björn von der Linde (SG Friedrichsfehn/Petersfehn) ihren Anteil, was nicht nur der Bremer Coach Björn Wolken lautstark kritisierte.

Beste Bilanz nach 18 Spielen überhaupt
Mit dem 29:24 durch Frederic Oetken (48.) hatte die HSG die größte Führung des Abends herausgespielt. Dann verlor die Rademacher-Sieben aber auf einmal ihre Dominanz. Die leichten Fehler häuften sich und die Bremer kamen allein durch vier Siebenmeter-Tore von Marten Franke wieder heran. Die Rote Karte gegen Witt half den Bremern ebenfalls. Die HSG behielt jedoch die Ruhe und brachte ihren Vorsprung mit etwas Mühe über die Zeit. „Man hat gesehen, dass die HSG einfach mehr Erfahrung hat“, sagte Wolken und fand: „Ein Unentschieden wäre auch okay gewesen.“ Dem widersprach der Delmenhorster Coach Rademacher: „Unter dem Strich ist das ein verdienter Sieg für uns. Das Spiel hätte anstelle von 36:35 auch 37:29 ausgehen können.“

Schon vorher stand fest, dass die HSG auch am Ende des Wochenendes Dritter sein würde. Die 24:12 Punkte bei einem Torverhältnis von plus 27 sind die beste Bilanz in der Oberliga für die HSG nach 18 Spielen in ihrer Geschichte.

Quelle: dk-online.de (Henrik Schape)

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