Delmenhorst. Die Verbandsliga-Handballer der HSG Delmenhorst haben das Spitzenspiel gegen den VfL Fredenbeck II mit 30:34 verloren. Sie kamen nicht mit der 5:1-Abwehr ihrer Gäste klar. Trotz der Niederlage blieb die HSG Tabellenzweiter.

Seine sieben Tore reichten der HSG nicht: Jörn Janßen (am Ball) verlor mit den Delmenhorstern gegen Fredenbeck II.

Andre Haake und Werner Rohlfs werden in den nächsten Tagen auch als Psychologen gefragt sein. Für das Trainergespann der Verbandsliga-Handballer der HSG Delmenhorst gilt es, seine Mannschaft wieder aufzurichten. „Wir müssen sehen, dass wir die Köpfe wieder hochbekommen“, bestätigte Spielertrainer Haake am Samstagabend mit Blick auf seine niedergeschlagenen Mitspieler. Die HSG hatte in eigener Halle das Spitzenspiel gegen den VfL Fredenbeck II mit 30:34 (12:14) verloren und damit die Gelegenheit verpasst, sich im Rennen um den Oberliga-Aufstieg eine sehr gute Ausgangsposition zu verschaffen.

Delmenhorster knüpfen nicht an die zuletzt gezeigen Leistungen an
as Bittere an der Niederlage war auch, dass die Delmenhorster gegen einen stark auftrumpfenden Gegner nicht an die guten Leistungen der zurückliegenden Wochen anknüpften. „Man muss den Fredenbeckern ein Kompliment machen: Sie haben das mit der 5:1-Abwehr sehr gut gemacht. Wir waren aber einfach auf allen Positionen schlechter“, sagte Haake.
Die HSG (26:8) blieb trotzdem Zweiter, ihr Vorsprung auf Fredenbeck (23:11) schrumpfte aber. Am kommenden Samstag, 21. Februar, ist sie beim Achten, der HSG Nordhorn II, zu Gast. Und die hat aus acht Heimspielen in dieser Saison sieben Siege geholt. Nur Spitzenreiter VfL Edewecht (29:5) war dort bisher erfolgreich. „Das wird ein ganz schweres Spiel“, sagte Haake.


VfL-Abwehr stark
Der VfL nahm den HSG-Spielern mit der offensiven, sehr beweglichen 5:1-Abwehr das Selbstbewusstsein. Deren immer größer werdende Verunsicherung zeigte sich besonders deutlich in den längeren Pässen. Diese spielten sie zu lasch und als Bogenlampen, sodass die zurückeilenden Fredenbecker wenig Mühe hatten, sie abzufangen. Statt einen Ballgewinn zu veredeln, gaben die HSG-Spieler ihren Gästen so die Möglichkeit, einen neuen Angriff aufzubauen. Die ließen sich diese selten entgehen.
Die HSG lag aber dennoch in der ersten Halbzeit zunächst vorn, weil auch in der VfL-Offensive nicht alles klappte. Das änderte sich kurz vor der Pause. Lukas Kraeft, der zum überragenden Akteur in der Halle wurde, ergriff die Initiative. Er bestrafte erfolglose HSG-Angriffe in den letzten dreieinhalb Minuten mit den ersten drei seiner 13 Treffer. Aus einem 11:12 machte er den 14:12-Halbzeitvorsprung für den VfL.


Fredenbecks Lukas Kraeft reißt sein Team mit
Egal, was die HSG, für die Benjamin Janssens nach seiner Verletzungspause wieder auflief, nach dem Seitenwechsel versuchte, Kraeft war nicht zu stoppen. Er riss sein Team mit und fand in Andreas Glanz (8 Tore) und Sebastian Ehlert (5) starke Nebenleute. Dem hatte die HSG, die aber nie aufgab, wenig entgegenzusetzen. „Mit mir und Stefan Timmermann waren zwei Führungsspieler im Grunde Totalausfälle“, sagte Haake, für dessen Team Jörn Janßen (7/2) und Kreisläufer Christopher Hartwig (5) am besten trafen.
Die HSG geriet mit 13:18 (34. Minute) in Rückstand, schnupperte nach Janßens 21:22 (45.) kurz an einer Wende und war geschlagen, als ihnen Kraeft das 22:27 einschenkte (52.). „Die 5:1-Abwehr spielen wir sonst auch“, erklärte VfL-Trainer Jürgen Steinscherer, der drei Aktive aus dem A-Jugend-Oberliga-Team des Klubs aufbot. „Wir wussten, dass wir mit ihr Unruhe ins HSG-Spiel bringen können.“ Ob der Unterbau des Drittligisten die direkte Rückkehr in die Oberliga angehen würde, ließ Steinscherer offen: „Wir müssen sehen, was wir für eine Mannschaft hätten. Auf lange Sicht wollen wir aber zurück.“

Quelle: dk-online.de
Foto: Rolf Tobis

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