Dem Tabellenzweiten der Handball-Verbandsliga NordSGsee, der HSG Delmenhorst, gelingt nach enttäuschender erster Hälfte ein klarer 29:17 (11:9)-Heimsieg über den viertplatzierten TuS Haren. HSG-Torhüter Sönke Schröder zeigt eine hervorragende Leistung.

Auf die Bitte, die erste Halbzeit zu kommentieren, reagierte Andre Haake mit einer Frage: „Müssen wir das?“. Der Spielertrainer der Handballer der HSG Delmenhorst sprach dann aber doch über Durchgang eins und betonte: „Ich wäre keinem Zuschauer böse gewesen, wenn er in der Pause nach Hause gefahren wäre.“ In der Tat zeigte der Tabellenzweite während der ersten 30 Minuten des Treffens mit dem TuS Haren, Nummer vier der Liga, eine enttäuschende Vorstellung. Nach der Pause steigerte sich die HSG jedoch und kam am Ende zu einem auch in der Deutlichkeit verdienten 29:17 (11:9).

Delmenhorster haben Startschwierigkeiten
Es mag an der ungewohnten Zeit gelegen haben, dass die HSG, die ihre Heimspiele ansonsten am Samstagabend auszutragen pflegen, am Sonntagnachmittag zunächst nicht in die Spur fand. Man habe habe keine Körpersprache gezeigt und keine Einstellung zum Spiel gefunden, sagte Haake. Auch der überragende Torwart Sönke Schröder sprach nach dem Abpfiff von einer „Einstellungssache“.
Der Hausherr leistete sich in der ersten Halbzeit viele ungenau gespielte lange Bälle und erlaubte sich Flüchtigkeitsfehler en masse. Nach 16:31 Minuten nahm Co-Trainer Werner Rohlfs eine Auszeit. Anschließend lief es nicht viel besser. Die HSG vergabe einige gute Chancen. Dabei scheiterten sie wiederholt an dem im ersten Abschnitt starken TuS-Schlussmann Frank Janning. Neben ihm ragte auf Seiten des Gastes der quirlige Spielmacher Philipp Beimesche heraus.

Frederic Oetken nach langer Verletzungspause wieder fit
Nach siebenwöchiger Verletzungspause kehrte Frederic Oetken nach dem Seitenwechsel in seine Mannschaft zurück. Er erzielte die ersten beiden Tore. Haren kam erst nach 39 Minuten durch Valeri Karastelev zum ersten Treffer nach der Pause (16:10). Im Anschluss daran gelangen den Delmenhorstern fünf Tore in Folge und somit hieß es in der 47. Minute 21:10. Mit einem Hattrick hatte Steffen Eilers großen Anteil an diesem Fünferpack. Am deutlichen Erfolg gab es nun keinen Zweifel mehr. In der 47. Minute markierte Beimesche den zweiten Treffer des TuS in Hälfte zwei. Ein Beleg für Harens Harmlosigkeit.

Schröder hält vier Siebenmeter
Schröder bot eine hervorragende Leistung und parierte vier von fünf Siebenmetern. Erst als der TuS mit Beimesche den fünften Schützen in das Duell schickte, musste sich Schröder geschlagen geben. Auf seinem Konto befanden sich rund 20 gehaltene Bälle. „Irgendwann merkt man, dass es gut läuft“, sagte Schröder nach getaner Arbeit. „Man darf sich nicht von den anderen anstecken lassen und muss konzentriert bleiben.“

Größerer Konkurrenzkampf im Kader
Haake, dessen Team in der Stadionhalle in dieser Saison erstmals unter 30 Toren blieb, lobte den Torhüter und meinte ferner: „In der zweiten Halbzeit haben wir die Fehlerzahl minimiert.“ Man habe einen Pflichtsieg gelandet und müsse sich nun im Training steigern: „So wie wir trainiert haben, haben wir uns präsentiert.“ Der Konkurrenzkampf innerhalb des Kaders sei jetzt wieder größer.
Wenige Minuten nach dem Schlusspfiff dachte Haake bereits an die nächste Aufgabe: „Am Samstag spielen wir in Marienhafe. Das wird ein enges Ding. Alle Spiele sind schwer, denn ab Platz fünf kann jede Mannschaft absteigen.“

Quelle: dk-online.de
Foto: Rolf Tobis

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