Eigentlich sollte das Ganze noch unter Verschluss bleiben – aber jetzt ist es wohl doch durchgesickert: Zur Saison 2027/2028 könnte es in der Oberliga der Männer eine ziemlich ungewöhnliche Regeländerung geben. In der Oberliga der Männer soll die neue Spielvariante zunächst getestet werden: Konkret geht es darum, dass ab der Spielzeit jedem Spieler eine bestimmte Position zugeordnet werden muss, die er dann auch nicht mehr verlassen darf. Das heißt: Ein Linksaußen bleibt Linksaußen. Kein Wechsel, kein Rotieren, keine spontanen Positionswechsel. Und auch beim Auswechseln gilt: Es darf nur positionsgleich getauscht werden. Für die Trainer wird diese Änderung eine große Herausforderung sein, da es dann an einer gewissen Variabilität fehlen wird. Allerdings ist vorgesehen, die Mannschaftsstärke auf 21 Spieler aufzustocken. Natürlich wird die Kontrolle für die Schiedsrichter sehr schwierig werden. Deshalb wird das Kampfgericht von zwei auf vier Personen erweitert – neben Sekretär und Zeitnehmer werden zusätzlich zwei sogenannte Beobachter eingesetzt, die auf die genaue Einhaltung der Spielpositionen achten. Diese Änderung soll dazu beitragen, das Spiel für die Zuschauer übersichtlicher zu gestalten. Derzeit ist es oft – gerade für Handball-Laien – durch viele Positionswechsel recht schwierig auszumachen, wer eigentlich auf welcher Position seinen Platz hat. Außerdem wird auch die Verletzungsgefahr geringer werden, weil auch der jeweilige Gegner einschätzen kann, wo sein Kontrahent sich auf dem Spielfeld aufhalten wird.
Ob diese Regeländerung letztlich übergreifend durchgesetzt wird, bleibt abzuwarten. Spannend wird es auf jeden Fall.
Bericht: Ingrid Schröder 01.04.2026


